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Full text: Klimaänderungen und Klimafolgebetrachtungen für das Bundesverkehrssystem im Küstenbereich

32 Schlussbericht des SP-108 Fokusgebiete Küsten, BMVI-Expertennetzwerk (2016–2019) Die Schwellwerte für die einzelnen Sturmklassen wurden anhand dieser Perzentile für beide Regionalmo- delle aus dem mit der Reanalyse ERA40 angetriebenen Validationslauf für den Zeitraum 1971–2000 be- stimmt. Zur Veranschaulichung der Bedeutung der G*-Schwellwertellipsen wurden die zugehörigen Halb- achsen V*max=G* und ?*max=2G* in adäquate physikalische Einheiten umgerechnet (Tabelle 5-1). Diese Werte stellen die maximal möglichen Geschwindigkeiten bzw. Wirbelstärken dar für den Fall, dass der je- weils andere Index identisch Null ist. Natürlich ist das Sturmkriterium für alle (V*, ?*) - Kombinationen erfüllt, die auf (oder außerhalb) der Schwellwertellipse liegen. In Abbildung 5-8 ist die relative Änderung der relativen Häufigkeiten der jeweiligen Sturmklasse als auf die relative Häufigkeit der Periode 1971–2000 bezogene Differenz zwischen der relativen Häufigkeit in der fernen Zukunft (2070–2099) und der relativen Häufigkeit im Bezugszeitraum für die zwei Modellfamilien wie- dergegeben. Innerhalb der NEMO/RCA4 Modellfamilie zeigen 4 von 5 Modellen im Weiter-wie-bisher-Sze- nario für sehr starke Stürme (VSG) am Ende des Jahrhunderts (2070–2099) einen Anstieg der relativen Häu- figkeit von 18-139 % gegenüber dem Bezugszeitraum. Lediglich für HadGEM2-ES ergab sich eine Abnahme von 11 %. Die Läufe des Klimamodells MPI-OM/REMO weisen alle ebenfalls eine positive relative Ände- rung der relativen Häufigkeit der höchsten Sturmklasse (VSG) von 56-163 % auf. Die höchste Sturmklasse ist dadurch gekennzeichnet, dass sie im klimatologischen Mittel der Gegenwart einmal pro Jahr auftritt. Für die stärkste relative Erhöhung um 163 %, die im MPI-OM/REMO Lauf 3 realisiert wurde, erhöht sich diese Eintrittswahrscheinlichkeit sehr starker Stürme auf 2,63/Jahr. Eine relative Erhöhung der relativen Häufig- keit der höchsten Sturmklasse (VSG) um 68 % (Ensemblemittel über alle 8 Läufe) entspricht einem Anstieg der Eintrittswahrscheinlichkeit auf 1,68/Jahr. Tabelle 5-1: Schwellwerte für den Sturmindex G* mit der dazugehörigen maximal möglichen Windge- schwindigkeit (Vmax) in m/s und der maximal möglichen Wirbelstärke (?max) in Umdrehungen pro Tag (UPT) für die Modellkopplungen NEMO/RCA4 (links) und MPI-OM/REMO (rechts) jeweils für den Zeitraum 1971–2000 im Validationslauf angetrieben mit ERA40. NEMO/RCA4 MPI-OM/REMO Perzentil G* [hPa] Vmax [m/s] ?max [UPT] Perzentil G* [hPa] Vmax [m/s] ?max [UPT] 90. 26,9 16,7 0,41 90. 28,1 17,4 0,43 98. 33,8 21,0 0,51 98. 36,7 22,8 0,56 99,73. 39,3 24,4 0,60 99,73. 46,1 28,6 0,70 Abbildung 5-8: Änderung [%] der relativen Häufigkeit der Sturmklassen (NUL (kein Sturm), G (Sturm), SG (Starker Sturm), VSG (sehr starker Sturm)) von 1971–2000 zu 2070–2099 für die NEMO/RCA4 (links) und MPI-OM/REMO Läufe (rechts) im Weiter-wie-bisher-Szenario. Die Farben kennzeichnen den Lauf des Mo- dells. Eine positive Änderung bedeutet eine Zunahme der relativen Häufigkeit einer Sturmklasse zum Ende des Jahrhunderts.
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