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Full text: Klimaänderungen und Klimafolgebetrachtungen für das Bundesverkehrssystem im Küstenbereich

5. Ergebnisse 31 Abbildung 5-7: Trendanalyse der jährlichen relativen Häufigkeiten der 6 verschiedenen Wetterlagen (A, C, NE, NW, SE, SW) über den gesamten Zeitraum von 1961–2099 für die fünf NEMO/RCA4 (links) und die drei MPI-OM/REMO (rechts) Läufe aus Tabelle 9-2 (Anhang) im Weiter-wie-bisher-Szenario. In türkis sind die Wetterlagen dargestellt, für die sich ein signifikanter Trend ergab (Mann-Kendall-Test mit 5 % Signifikanz- grenze). Die Vorzeichen zeigen, ob es sich um einen positiven (+) oder einen negativen (-) Trend handelt. 5.1.2.3 Episoden und Andauern Für den Einfluss auf ein Untersuchungsgebiet ist nicht nur die Häufigkeit von Wetterlagen interessant, son- dern auch deren Andauer (Loewe et al. 2013). Beispielsweise entsteht bei einer regenreichen Wetterlage, die lange andauert, auch ein deutlich erhöhter Abfluss. Das mittlere Andauern oder Lebensdauer einer Wetter- lage W ist das Verhältnis der Gesamthäufigkeit von W (in Tagen) zur Gesamtanzahl der W-Episoden. Letz- tere sind zeitdiskrete Folgen oder Sequenzen von W-Tagen, die andersartige Wetterlagen ablösen oder durch solche abgelöst werden. Für beide Modellfamilien lieferten fast alle Läufe das längste mittlere Andauern für die SW-Wetterlage. Die mittlere Dauer der südlichen Anströmungen (SE, SW) und der antizyklonalen Wet- terlage (A) liegen oberhalb von 2 Tagen, diejenigen der nördlichen Anströmungen (NW, NE) und der zyk- lonalen Wetterlage (C) unter 2 Tagen. Für 4 der 8 verfügbaren Läufe ergaben sich signifikante negative Trends sowohl für das mittlere Andauern der SE-Wetterlagen als auch der C-Wetterlagen. Die mittlere Dauer dieser Wetterlagen wird sich demnach bis zum Ende des Jahrhunderts verkürzen. Detailliertere In- formationen sind dem Meilensteinbericht M108b-2 (Jensen 2019) zu entnehmen. 5.1.2.4 Stürme: Klassen und Häufigkeiten Die extremen Windereignisse werden in den untersuchten Klimamodellen schlecht abgebildet (siehe Ab- schnitt 5.1.1). Die simulierten Windgeschwindigkeiten unterschätzen die mit Stürmen assoziierten Wind- stärken der Beaufortskala erheblich. Deshalb wurde im Rahmen des Meilensteines M108c „Veränderung in extremen Windereignissen“ das von Jenkinson und Collison (1977) vorgeschlagene Sturmidentifizierungs und -klassifizierungsverfahren angewendet, welches auf der oben genannten Wetterlagenklassifizierung ba- siert. Dabei ergibt sich der für die Nordseeregion repräsentative Sturmindex G* über eine elliptische Bezie- hung zwischen Windindex V* und Wirbelstärke (Vorticity) ?*: ?? = ???2 + ??2 4 Die Klassen NUL (No Gale, kein Sturm), G (Gale, Sturm), SG (Severe Gale, starker Sturm) und VSG (Very Severe Gale, sehr starker Sturm) sind im Gegenwartsklima (1971–2000) durch das 90., 98. und 99,73. Perzentil der G*-Verteilung gegeneinander abgegrenzt (Loewe et al. 2013).
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