Das BSH — Maritimer Dienstleister im Dienst für Schifffahrt und Meer 53
Nautische Hydrographie
Zur Vermessung der Seegebiete im deut-
schen Hoheitsgebiet und für die Suche
And Untersuchung von Unterwasserhin-
dernissen wie Wracks, Gesteinsblöcker
ader ähnlichem, legen die BSH-Schiffe
‚ährlich zirka 12000 km mit Tiefenlotunger
auf der rund 57 000 km? großen Wasser-
‘Jäche des deutschen Anteils der Nord-
und Ostsee zurück. Die Ergebnisse der
Vermessungen fließen in die amtlichen
Seekarten ein, die das BSH in Papierform
nd als elektronische Seekarten heraus-
gibt. Sie decken die deutschen Hoheits-
Jewässer und die deutsche AWZ ab.
Weitere nautische Veröffentlichungen sind
Seehandbücher, Leuchtfeuerverzeich-
1isse und der Nautische Funkdienst.
Die Veröffentlichungen werden über die
wöchentlich erscheinenden „Nachrichten
für Seefahrer“ (NfS) kontinuierlich aktuali-
siert. Alle nautischen Informationen wer-
den im BSH komplett redaktionell und
technisch bearbeitet.
Datenverarbeitung und Bereit-
stellung
Datenbanken für die Erstellung digitaler
Seekarten, für Vorhersagemodelle für die
Wasserstände und für Driftberechnungen,
aber auch zahlreiche Datenbanken mit
Fachinformationen und Fachanwendun-
gen sind rund um die Uhr im Betrieb. Alle
Dienste und Produkte basieren auf Dater
die das BSH erhoben, bereinigt und in
Jnterschiedlichste Datenbanken einge-
speist hat. Dabei handelt es sich um
BSH-eigene, im Auftrag des BSH erho-
bene oder dem BSH als nationalem
Datenzentrum zur Verfügung gestellte
Daten. In den Datenbanken werden sie
langfristig gespeichert und gepflegt.
Kooperationen
Die Weiterentwicklung des eigenen Wis-
sens, der Austausch von Daten und die
gemeinsame Entwicklung von Modellen
oder Produkten sowie auch die kontinuier-
liche Verbesserung von Dienstleistungen
Jnd Absprachen eines gemeinsamen
Vorgehens sind Beispiele für die Ziele, die
das BSH mit dem Aufbau von Kooperatio-
nen verfolgt. Das BSH arbeitet eng mit
allen Fachbehörden in Deutschland und
im Ausland zusammen, die sich mit mari-
imen Themen beschäftigen. Weitere
<ooperationspartner sind Verbände und
Umweltorganisationen. Das wissenschaft-
liche Netzwerk umfasst Einrichtungen der
Grundlagenforschung wie nationale und
internationale Hochschulen und außer-
universitäre Forschungseinrichtungen
ebenso wie zum Beispiel Unternehmen
oder Ressortforschungsreinrichtunger
die angewandte Forschung betreiben.
Segelboot vorm Bua einer Autofähre