accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Jahresbericht 2019-2020 - Zeit für Mee(h)r Innovation

33 Entwicklungen im Bereich Nautische Hydrographie in den Jahren 2019/2020

VWFS DENEB findet archäologisch wertvolles Wrack in der Kadetrinne


Das Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff (VWFS) DENEB fand im
September 2020 das Wrack des Schaufelraddampfers FRIEDRICH FRANZ II in der
Kadetrinne der Ostsee. Der Rumpf des bereits 1849 gesunkenen 40 Meter langen
Schiffs ist vollständig erhalten.

Side-Scan-Sonar-Aufnahme
 des
Schaufelraddampfers

Friedrich Franz Il

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem
dänischen hydrographischen Dienst und
der nautischen Hydrographie des BSH
führte zu der Entdeckung. Die Dänen
ıaben ein bis dahin unbekanntes Unterwasserhindernis
 am Rand der Kadetrinne
antdeckt und teilten dem BSH die Positior
nit. Das VWFS DENEB des BSH unter:
suchte die Position mit Fächerecholot,
Tauchgängen und ROV-Einsätzen.
Die Besatzung identifizierte das Wrack
schließlich eindeutig als Raddampfer. Es
iegt In zirka 27 Meter Wassertiefe und ist
n gut erhaltenem Zustand. Die Fragmente
der Schaufelräder, des Schornsteins und
der Antrieb sind deutlich auszumachen.

Für die Überfahrt waren neun bis zehn
Stunden geplant. In der Nacht zum
22, Juli 1849 kollidierte sie mit von dem
von Kopenhagen nach Travemünde verkehrendem
 Dampfschiff Lübeck. Die
FRIEDRICH FRANZ II wurde dabei so
unglücklich getroffen, dass sie innerhalb
einer Stunde sank. Dabei kamen zwei vor
insgesamt sechs Passagieren ums Leben

Das Wrack gilt als technikgeschichtlich
sehr bedeutend: 1847 in Glasgow gebaut,
war es ein hochmoderner Schaufelraddampfer
 mit einer zu seiner Zeit neuen Art
von Dampfmaschine. Es war eines der
ersten Schiffe, dessen Rumpf komplett
aus vernieteten Eisenplatten gefertigt
worden ist.

Die Kursangaben in den historischen
Akten im Stadtarchiv Wismar, die die
Geschichte des Schiffs dokumentieren,
egten die Vermutung nahe, dass es sich
Jm den am 22, Juli 1849 gesunkenen
Schaufelraddampfer FRIEDRICH FRANZ II
handeln könnte.

Wegen der besonderen archäologischen
Bedeutung des Wracks unterrichtete das
BSH die Landesarchäologie im Landesamt
 für Kultur- und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern
 über den Fund. Eine
umfangreiche photogrammetrische Dokumentation
 des Wracks, um den Zustand
zu erfassen und ein Modell zu erstellen,
ist dort in Vorbereitung.

Am Nachmittag gegen 16.00 Uhr des
21. Juli 1849 verließ die FRIEDRICH
-RANZ II Wismar, um Passagiere und
Ladung nach Kopenhagen zu bringen.

%° X

LS WE
a a
PAR EN A
Fe ; N
N a EYE
“A Wi i
Ark £ $
KA SE
MO

A

PP

da
Br
64 wi

PD

Mn
Aa
N en " Ma
Te a
= A er
a EEE BU
+
WE Ks Med Mr KA K
; Kck Ar

nf“

Vo

A

ch
£

x

Ahr

An

44

na

Ka

ar
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.