Schiffsemissionsmessungen in der Luft 19
Schiffsemissionsmessungen ın
Ar Lin
Seit 2014 misst das BSH den Anteil von Schwefel in Schiffsemissionen. Begonnen
hat die zentrale maritime Behörde mit einer einzelnen, mit der Universität Bremen,
entwickelten Messstation. Ende 2020 besteht das Messnetz aus drei festen und
einer mobilen Station sowie der neuen Messstation auf der ATAIR und diese wird
kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt.
Rund 55000 Schiffe sind auf den Welt-
Neeren unterwegs. Zu den verkehrs-
‚eichsten Gebieten zählen Nord- und
Ostsee. So passieren beispielsweise
den Nord-Ostsee-Kanal, die weltweit am
stärksten befahrene künstliche Wasser-
straße, Jährlich rund 30000 Schiffe. Im
aroßen Belt in der Ostsee wird für 2030
der Transit von rund 80000 Schiffen im
Jahr erwartet.
Jm Gefahren, die unter anderem auch
von Schiffen für die Meeresumwelt und die
Küsten ausgehen, zu analysieren und zu
überwachen, verfolgt das BSH seit Jahrer
aine Monitoringstrategie, die satelliten-,
schiffs- und stationsgestützte Beobach-
‘ungen zusammenführt. Dazu gehören
JAnter anderem die Daten aus dem euro-
aäischen Erdbeobachtungssystem
SZOPERNICUS, aus dem BSH-Messnetz
automatisch registrierender Stationen in
der Deutschen Bucht und der westlichen
Ostsee, MARNET sowie die Daten aus
den Monitoringfahrten der BSH Vermes-
sungs-, Wracksuch- und Forschungs-
schiffe in Nord- und Ostsee. Mit diesen
Datenerhebungen lässt sich der Zustand
der Meere umfassend erkennen und
verstehen. Das ist eine Kernvorausset-
zung, um auf einen guten Umweltzustand
der Meere hinzuwirken.
Seit dem 1. Januar 2020 liegt weltweit die
zulässige Höchstgrenze für den Anteil
von Schwefel in Schiffskraftstoffen bei
3,50 Prozent. Für Nord- und Ostsee als
Schwefelemissionsüberwachungsgebiet
‘Sulphur Emission Control Area - SECA)
gilt bereits seit 1. Januar 2015 der Grenz
wert von 0,10 Prozent. SECAs sind Son-
derzonen der Schifffahrt mit besonders
niedrigen Schwefelgrenzwerten, die von
der IMO festgelegt wurden. Mit der Verrin-
gerung der Schwefelkonzentration in der
Atmosphäre soll neben dem Schutz der
<üstenanwohner vor allem auch die wei-
'ere Versauerung der Meere gestoppt
werden. Seit dem 1. Januar 2021 sind
Nord- und Ostsee auch Stickoxidemis-
sionskontrollgebiete (Nitrous Oxide Emis-
sion Control Area - NECA), ebenfalls
festgelegt von der IMO.
Eine Drohne flieg!
für Messungen in
die Schiffsemis-
sionen hinein
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