Archivmitteilungen
nal Charts — ENCs). Das BSH spielte dabei auch international
eine maßgebliche Rolle. Die Erarbeitung eines gemeinsamen
Jatenstandards für das „Electronic Chart Display and Infor-
mation System“ (ECDIS), der schließlich von der IHO als
weltweiter Standard übernommen wurde, war der Grund
stein für diese Entwicklung. Es war jedoch noch ein weiter
Weg, bis die IHO 2012 schrittweise die Einführung einer
Ausrüstungspflicht mit ECDIS beschloss. Auch wenn die
elektronische Seekarte aus der Berufsschifffahrt inzwischen
nicht mehr wegzudenken ist, hat sie die Papierseekarte bis:
her nicht endgültig verdrängt. Deren Geschichte und Gegen
wart wird im zentralen deutschen Seekartenarchiv in Ros-
tock auch für nachfolgende Generationen aufbewahrt.
Benutzung der Bibliothek
Führungen durch die Bibliothek und das Seekartenarchiv
sind nach Voranmeldung möglich.
Webseite: www.bsh.de/bibliothek
Onlinekatalog der Bibliothek: http://bibliothek.bsh.de/
webOPACClient/start.do
Der Bestand und die Informationseinrichtungen des BSH
stehen der Wissenschaft, allen Studierenden und Forschen-
den, sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Jer Bestand kann im Onlinekatalog der Bibliothek recher-
chiert werden. Darin sind neben Büchern und Seekarten
auch zahlreiche fachlich relevante Zeitschriftenartikel er
fasst.
Die meisten Bestände sind ausleihbar. Falls für Medien Aus-
leihbeschränkungen bestehen, wird im Katalog darauf hin-
gewiesen. Die Bestellung von Literatur aus Hamburg ist je
derzeit möglich. Meist kann die gewünschte Literatur inner:
halb weniger Tage in Rostock bereitgestellt werden.
1868 |Gründung der Norddeutschen Seewarte in Hamburg
1872 |Umbenennung in Deutsche Seewarte
1875 [Überführung der Deutschen Seewarte in ein Reichs:
institut der Kaiserlichen Admiralität
1945 |Der Alliierte Kontrollrat beschließt die Einrichtung
des Deutschen Hydrographischen Instituts (DHI).
1950 |Der Bundesminister für Verkehr übernimmt die volle
Zuständigkeit für das DHI.
1950 |Gründung des Seehydrographischen Dienstes der DDR
|‘SHD)
1951 Umzug der Hamburger Bibliothek in das heutige
Dienstgebäude in der Bernhard-Nocht-Straße
1990 Jam 1. Juli Gründung des Bundesamtes für Seeschiff-
fahrt und Hydrographie (BSH)
1990 Jam 3. Oktober Übernahme der hydrographischen Auf-
gaben und der Bibliothek des Seehydrographischen
Dienstes der DDR in Rostock
1994 [Fosteck wird neben Hamburg offizieller und gleichbe-
rechtigter Dienstsitz und Zentrum der nautischen Hy-
ja ranhle
1999 'Umzug des Seekartenarchivs nach Rostock (Standort
Jierkower Damm)
‚Jmzug des BSH in Rostock auf das ehemalige Gelände
'der Neptunwerft
Das BSH und seine Vorgängereinrichtungen.
INS
1] Zeitgeschichte regional. Mitteilungen aus Mecklenburgq-Vorpommern 23. Ja. 1+2/19