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Full text: Die Bibliothek des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie

Archivmitteilungen 
Die Bibliothek des Bundesamtes für Seeschifffahrt und 
Hydrographie (BSH) - Deutschlands größte maritime 
Fachbibliothek 
Antje Schröder. Rostock 
Das BSH und seine Aufgaben 
as Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie 
D (BSH) ist die zentrale maritime Behörde in Deutsch- 
land. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundes- 
ninisteriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 
ınd hat zwei gleichberechtigte Dienstsitze in Hamburg und 
Zostock. 
warte, Beziehungen zu nationalen und internationalen Ein- 
richtungen. Ein wichtiges Anliegen war die öffentliche Zu- 
gänglichkeit des gesammelten nautischen Schrifttums für 
Kapitäne und Wissenschaftler und somit eine möglichst gro- 
Be Verbreitung des Wissens. 
Die Bibliothek der Seewarte. Quelle: BSH 
Bestand 
Das Gebäude des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie in Ros- 
tock. Quelle: BSH. 
Rund 870 Menschen in fast 100 Berufen befassen sich mit 
Aufgaben in der Seeschifffahrt, der Meereskunde, der nauti- 
schen Hydrographie, der Offshore-Windenergie und der Ver 
waltung. Fünf eigene Vermessungs-, Wracksuch- und For- 
schungsschiffe operieren in der deutschen ausschließlichen 
Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee. Das BSH vertritt die 
3undesrepublik Deutschland in zahlreichen internationalen 
Organisationen und den dort angesiedelten Gremien. 
Die Anfänge der Bibliothek 
Während der Anfang der Hamburger Bibliothek auf die Bü- 
cher- und Kartensammlung der Norddeutschen Seewarte 
von 1868 zurückgeht, gehörte die Rostocker Bibliothek von 
der Gründung 1950 bis zum Jahr 1990 zum Seehydrographi- 
schen Dienst der DDR (SHD). 
Die Aufgabe der Norddeutschen Seewarte bestand zunächst 
darin, die Leichtigkeit und Sicherheit der Schifffahrt zu ver 
bessern. Durch die Auswertung nautischer, ozeanographi- 
scher und meteorologischer Beobachtungen deutscher 
Schiffsoffiziere wurden individuelle Segelanweisungen 
erstellt, die den Charakter des Schiffes und das Können des 
Kapitäns berücksichtigten. Zur Förderung der Schifffahrt 
knüpfte die Norddeutsche Seewarte, seit 1872 Deutsche See 
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| Zeitaeschichte regional. Mitteilungen aus Mecklenbura-Vorpommern 23. Ja. 1+2/1ıC 
Als die Deutsche Seewarte 1875 durch ein Reichsgesetz Zen- 
tralanstalt zur Förderung der Schifffahrtsinteressen und der 
maritimen Meteorologie wurde, bestand die Sammlung aus 
816 Büchern und 82 Seekarten. Georg von Neumayer, der 
1875 die Leitung der Seewarte von ihrem Gründer Wilhelm 
Ihno Adolf von Freeden übernahm, setzte sich sehr für die 
Weiterentwicklung der Bibliothek ein. In den Anfangsjahren 
erweiterten auch Buchgeschenke, der Ankauf bedeutender 
Privatbibliotheken sowie intensive Tauschbeziehungen im 
In- und Ausland die Sammlung stetig. Der Bestand nahm in 
den folgenden Jahren ständig zu. Den ersten gedruckten 
3ibliothekskatalog, der bereits 14.000 Bände verzeichnete, 
gab die Seewarte 1890 heraus. Bis 1934 wurden dazu fünf 
Nachträge veröffentlicht. Diese Kataloge sind bis heute er 
halten und geben einen unschätzbaren Einblick in die The 
menvielfalt der frühen Jahre. 
Große Teile der historischen Bestände wurden während des 
Zweiten Weltkriegs aus Hamburg ins Umland ausgelagert, 
um sie vor Zerstörung zu bewahren. Trotz Unterbringung 
unter widrigen Bedingungen konnte der überwiegende Teil 
gerettet werden. Obwohl bereits im Dezember 1945 das 
Deutsche Hydrographische Institut (DHI) gegründet wurde, 
dauerte es noch fünf Jahre, bis der Gesamtbestand der Bib- 
liothek nach der provisorischen Unterbringung in verschie- 
denen Gebäuden in Hamburg wieder an einem Ort zusam- 
mengeführt werden konnte. 
Mit der Einrichtung des Seehydrographischen Dienstes der 
DDR (SHD) im Jahr 1950 zunächst in Berlin. ab 1953 in
	        
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