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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Kleinere Mitteilungen. 
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Hafenanlagen. Neueinrichtungen von Hafenanlagen sind geplant, aber bisher 
nicht ausgeführt. 7 Kräne von je '/, bis 12 t Hebekraft sind auf den vorhandenen 
Ladebrücken aufgestellt, 
Hafenunkosten, Die Leuchtfeuerabgaben betragen für Dampfer 60 c, 
für Segelschiffe 40 c Gold p R-T., sie sind nur einmal im Jahre zu bezahlen. 
Für Mannschaftsliste und Gesundheitsattest sind etwa 15 $ chil. Papier zu 
entrichten. Abfertigungsgebühr für den Schiffsagenten schwankt zwischen 
25 $ und 100 $ chil. Papier. Leichtermiete einschließlich zweier. Schiffer beträgt 
jedesmal 34 $, die Leichter haben durchschnittlich 30 t Ladefähigkeit, Wenn 
die Leichter an der staatlichen Mole oder Eisenbahnbrücke löschen oder laden, 
so muß nach folgendem Tarif bezahlt werden: Aufnehmen oder Absetzen von 
Kohlen und Erzen für Dampfer 0.30 $ pt; Stückgüter austragen 0.11 $ p 50 kg, 
Kohlen 18 pt. 
Arbeitslohn beträgt 60 c p Stunde von 6h V bis 6 N. Von da bis 12 N 
muß 1 $ für die Stunde bezahlt werden, von 123 N bis 61 V nach Übereinkunft, 
Die Stadt Coquimbo zählte im Jahre 1912 15000 Einwohner, unter denen 
5 deutsche Reichsangehörige waren, In demselben Jahre herrschten an dem Orte 
die Pocken. Es waren von November 1911 bis Juni 1912 400 Fälle vorgekommen, 
von denen 60 tödlich verlaufen waren. 
Dampferlinien. Die Dampfer der deutschen Dampfschiffahrts-Gesellschaft 
»Kosmos« laufen den Hafen, von Europa kommend, viermal im Monat, vom Norden 
kommend, gewöhnlich zweimal im Monat an. Die Dampfer der Roland-Linie 
kommen monatlich zwei- oder dreimal in den Hafen. Die Dampfer der Pacific 
Steam Navigation Company kommen etwa 20 mal, die der Compania Sudamericana 
de Vapores ungefähr 35mal im Monat nach dem Hafen. Außerdem besuchen die 
Dampfer von Lamport & Holt und von Grace & Co. den Hafen. 
Die Eisenbahnlinie Coquimbo — Santiago sollte im Dezember 1912 
fertig sein. 
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen liefert im Bedarfsfalle die Regierung. 
Trinkwasser kostet 5 $ Papier pt. Sandballast und Schlacke ist zu be- 
kommen, aber teuer. Der Preis ist ziemlichen Schwankungen unterworfen, 
Frischer Proviant ist immer, Dauerproviant nur teilweise zu erhalten, 
2. Strömungen vor der Korea-Straße. Bericht von Kapt. F. Rehm, 
D. »Scharnhorst«, vom 6. Juni 1913, 
Am 5. Juni 1913 während einer Reise von Tsingtau nach Kobe steuerte 
ich einen Kurs, der nördlich von der Ross-Insel entlang führen sollte. 40 Sm 
westlich von dieser Insel trat Nebel auf. Daher änderte ich den Kurs, um nun 
südlich von der Ross-Insel und später der Quelpart-Insel zu bleiben. Als es 
nach 2 Stunden abklarte, nahm ich den zuerst gesteuerten Kurs wieder auf und 
passierte um 4h 22min N die Ross-Insel in der Peilung rw, 37° und 5'/, Sm Ab- 
stand. Von hier verfolgte ich einen Kurs, der mich in der Mitte zwischen der 
Ninepin-Klippe und der Flower-Insel, nördlich von Quelpart, entlang führte. Die 
Versetzung betrug in 4!1/, Stunden ungefähr 10 Sm nach Süden und war am 
stärksten zwischen der Ross-Insel und der Craig Harriet-Gruppe, in deren Nach- 
barschaft ich jede halhe Stunde den Kurs ändern mußte. Das Schiff machte 
141/„, Knoten Fahrt. 
In Tsingtau hatte ich in Erfahrung gebracht, daß in dieser Gegend zeit- 
weise Abweichungen der Deviation stattfänden, diese wurde daher beständig 
kontrolliert, aber es wurden keine größeren Schwankungen als 1° gefunden. 
Obgleich die Durchfahrt zwischen der Ninepin-Klippe und der Flower-Insel 
9 Sm und die zwischen Sea Rock und Quelpart sogar 12 Sm breit ist, würde ich 
nach diesen Erfahrungen nie versuchen, diese Durchfahrt bei Nebel zu erzwingen. 
Südlich von Quelpart entlang zu fahren, ist wohl ein bedeutender Umweg, aber im 
Nebel sicher, Von einem mir befreundeten Kapitän, der diese Reise zur selben 
Zeit machte, erfuhr ich, daß er gerade die entgegengesetzte Strömung gefunden 
hatte; er war auf der anderen Seite der Durchfahrt in kurzer Zeit 7 Sm nach 
Norden versetzt.
	        
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