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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

144 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1893. 
bei Niedrigwasser von 3,8 m (12 Fufs 6 Zoll) ausgebaggert, so dafs beladene 
Schiffe nur bei Hochwasser schwaien können. Mehrere Pächter haben die Tiefe 
an ihren Werften auf 4,5 bis 6 m (15 bis 20 Fuß) bei Niedrigwasser gebracht, 
wobei jedoch die ebenerwähnten Erhöhungen des Bodens vor den Strafsen stehen 
geblieben sind. 
Während der Hauptverschiffungszeit des Weizens sind in Port Pirie be- 
ständig 20 bis 25 Schiffe anwesend. Da aber gleichzeitig nur zehn derselben 
an den Werften Platz finden, so müssen die anderen sich diesen längsseits legen, 
wobei es oft vorkommt, dafs sie einander bei Niedrigwasser Schaden zufügen. 
Was die Ansegelung der Germein-Bai anbetrifft, so kann ich mich der 
Behauptung, daß das Befahren des nördlichen Theiles des Spencer Golfs keine 
Schwierigkeiten mit sich bringe, nicht anschliefsen, sondern theile die Ansicht 
der Mehrzahl der Schiffsführer, welche dieselbe im Gegentheil für mühevoll 
halten. Nachdem bei Nacht das Feuer von Tipara in der Kimm verschwunden 
ist, hat man platterdings nichts, wonach man sich richten kann, bis das Feuer von 
Point Lowly in Sicht kommt. Wenn ein Schiff von dem erstgenannten Punkte 
seinen Kurs auf die Passage zwischen der Mittelbank und den westlichen Bänken 
verfolgt, so muß aufserordentlich genau auf das Steuern geachtet werden, denn 
die geringste Abweichung von diesem Kurse kann dasselbe auf der einen oder 
der anderen Seite zum Stranden bringen. In den Monaten Dezember, Januar, 
Februar und März sind im Spencer Golf frische Südsüdwest- bis Südsüdostwinde 
vorherrschend, bei denen ein gut segelndes Schiff allein vor Untermarssegeln 
leicht 10 Knoten läuft, wodurch ein verläfsliches Lothen ausgeschlossen ist. 
Dazu kommt noch, dafs die Tiefenangaben der Karte ungenau sind. Es ist daher 
picht ungewöhnlich, dafs aufkommende Schiffe festgerathen, besonders auf der 
Strecke zwischen Blanche Point und Western Shoal. Am Tage bei sichtigem 
Wetter, wenn Mount Young schon in der Kimm sichtbar wird, sind die Schwierig- 
keiten viel geringer, denn die Peilung „NzW“ dieses Berges bezeichnet die 
ungefähre Mitte des Fahrwassers. Die Betonnung der verschiedenen Untiefen ist 
eine ziemlich ungenügende, weshalb man einen scharfen Ausguck halten mufs. 
Eingänge von 
meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat Oktober 1893. 
Von Schiffen der Kaiserlichen Marine, 
S. M. Schiffe und Fahrzeuge: 
1. „Hohenzollern“, Kommandant Kapt. z. S. v. Arnim. Geführt in der 
Nord- und Ostsee. 
2. „Nautilus“, Kommandant Korv.-Kapt. Jachmann. Geführt in den 
heimischen Gewässern, 
2. Von Kauffahrteischiffen. 
a. Segelschiffe: 
1. Hamburger Bark „Pionier“, Kapt. M. Petersen. 50° N-Br—Mon- 
tevideo, 19/8—10/10 1892, 52 Tage. 
2, Bremer Vollschiff „Oberon“, Kapt. H. Wilms. Lizard—New York, 
9/3—5/6 1893, 57 Tage. New York—Tuskar, 2/8—9/9 1893, 38 Tage. 
3. Bremer Vollschiff „Johann Friedrich“, Kapt. B. Lamcke. Lizard— 
New York, 22/8—30/9 1892, 39 Tage. New York—Lizard, 21/10—13/11 1892, 
23 Tage. Fair Island—New York, 6/5—12/6 1893, 37 Tage. New York— 
Lizard, 18/7—12/8 1893, 25 Tage. 
4. Bremer Vollschiff „Gustav & Oscar“, Kapt. J. B. Hashagen. Lizard— 
New York, 22/3—1/5 1892, 40 Tage. New York—Anjer, 10/7—11/11 1892, 
124 Tage. Anjer—Samarang. 14/11—21/11 1892, 7 Tage. Toeban (bei Sama- 
rang)—Singapore, 12/1—13/2 1893, 32 Tage. Singapore—Anjer, 31/3—14/4 1893, 
14 Tage. Anjer—29° N-Br in 38° W-Lg, 14/4—21/7 1893, 98 Tage. 
5. Braker Bark „Auguste“, Kapt. P. Schmidt. Lizard—Calcutta, 8/7— 
17/11 1892, 132 Tage. Calcutta—Lizard, 25/4-—14/9 1893, 142 Tage. 
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