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Full text: Untersuchungen historischer hydrographischer Daten des nördlichen Europäischen Nordmeeres im Hinblick auf moderne Vorstellungen zur Wassermassenbildung und Zirkulation

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Die Entropie des Seewassers ist eine komplizierte Funktion von 
Temperatur, Salzgehalt und Druck und im allgemeinen gibt es keine 
Flächen, auf denen eine Strömung existieren und Vermischung statt 
finden kann, ohne daß die Massenverteilung und damit die potentielle 
Energie und Entropie eines Systems verändert wird. Der durch die 
oben erwähnte Approximation auftretende Fehler ist so gering, daß 
die Methode der Isopyknenanalyse einen brauchbaren Ersatz für die 
Isentropenanalyse darstellt (CARMACK,1972). 
3) Die Darstellung der Verteilung der potentiellen Vorticity auf 
Dichteflächen: 
Eine weitere Methode, Erkenntnisse über den Verlauf der Zirku 
lation zu gewinnen, ist in den letzten Jahren mit der Entwicklung 
der Theorie über die Erhaltung der potentiellen Vorticity zur 
Anwendung gekommen (RHINES und YOUNG 1982, LUYTEN, PEDLOSKY und 
STCMMEL, 1983, PEDLOSKY und YOUNG, 1983). Im Anhang dieser Arbeit 
wird die Theorie ausführlicher erläutert. 
Auf Flächen gleicher Dichte folgt die Zirkulation bei Vernach 
lässigung anregender, äußerer Kräfte wie z. B. Windeinfluß und unter 
Annahme von Reibungsfreiheit und Stationarität den Linien gleicher 
potentieller Vorticity. 
Ist die Zirkulation bekannt und vergleicht man sie mit den Linien 
gleicher potentieller Vorticity, kann man anhand der Unterschiede 
Aussagen über den Einfluß anregender Kräfte oder der Reibung auf die 
Zirkulation machen. 
Der Schöpferdatensatz enthält nur drei hydrographische Parameter: 
Tiefe, Temperatur und Salzgehalt. Die Zirkulation läßt sich mit 
dieser Information nur durch indirekte Verfahren darstellen. 
Die HauptStrömungen im oberflächennahen Bereich des Europäischen 
Nordmeeres zeichnen sich durch relativ hohe Geschwindigkeiten aus. 
Die maximale Geschwindigkeit im WSC beträgt 0,75 m/s, die mittlere 
schwankt zwischen 0,05 und 0,15 m/s (HANZLICK, 1983). Die mittlere 
Geschwindigkeit des EGC liegt bei etwa 0,20 m/s (C0ACHMAN und 
AAGAARD, 1974). Daher kann der Transport durch Diffusion gegenüber 
dem durch Advektion im oberflächennahen Bereich vernachlässigt 
werden. 
Zusätzlich zeichnen sich die Haupt Strömungen durch unterschied 
liche Temperaturen und Salzgehalte aus. Die auftretenden Gradienten 
betragen im Bereich der Arktischen Front in 20 - 150 m Tiefe bei der 
Temperatur bis zu 0,04° C/km und beim Salzgehalt maximal 0,01/km. 
Aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeiten und der Möglichkeit, 
die Strömungen anhand unterschiedlicher Temperaturen und Salzgehalte 
zu charakterisieren, eignen sich die Methoden der Darstellung der 
horizontalen Verteilungen von Temperatur und Salzgehalt in Tiefen
	        
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