Teil C Anhang
53
4 Marine Säugetiere
zu Tabelle 4..2: Untersuchungen zur Habitatnutzung (S. 32)
Empfehlungen zur statistischen Analyse der im Rahmen des STUK erhobenen TPOD-Daten
Es wird empfohlen, die Daten mit Hilfe einer „repeated measures ANOVA“ auszuwerten. In
diese müssen der Ausbringungsort der TPODs (im Vorhabensgebiet versus außerhalb) als
zwischen-Subjekt-Faktor und der Untersuchungszeitraum (vor Baubeginn, verschiedene Jah
re der Bau- und Betriebsphase) als inner-Subjekt-Faktor eingehen. Beide Faktoren (Ausbrin
gungsort und Untersuchungszeitraum) können als Faktoren mit festen Effekten in die Analyse
eingehen, die einzelnen Ausbringungsorte der TPODs stellen in dieser Analyse die ,Subjekte“
dar (Bqrtz [ 1999)1. Im Falle signifikanter Effekte sollten geeignete post-hoc-Prozeduren zur
Beantwortung der Frage herangezogen werden, zwischen welchen Untersuchungszeiträumen
signifikante Unterschiede bestehen. Sollten die Daten auf Grund ihrer Verteilung für diese
parametrische Analyse nicht geeignet sein und auch Datentransformationen nicht zu erwar
tungskonformen Verteilungen führen, können in den verschiedenen Untersuchungszeiträumen
im Vorhabensgebiet erhobenen Daten mit Hilfe eines (ggf. exakten, s. Siegel und Castellan
[19881. Mundry und Fischer [ 1998)1 Friedman- oder Quadetests (Bqrtz et al. [1990)1 auf Signifi
kanz geprüft werden. Diese Tests müssen getrennt für die im Vorhabensgebiet bzw. außerhalb
ausgebrachten TPODs durchgeführt werden. Bei Vorliegen signifikanter Ergebnisse sollten
wieder entsprechende post-hoc-Tests durchgeführt werden. Der Vergleich der beiden Ausbrin
gungsorte kann in diesem Fall mit Hilfe exakter Mann-Whitney-U-Tests erfolgen, die getrennt
für die verschiedenen Untersuchungszeiträume durchgeführt werden müssen.
Der unmittelbare Einfluss der Rammungen wird mit einem Ansatz getestet, der nicht zwischen
im Vorhabensgebiet und außerhalb desselben ausgebrachten TPODs unterscheidet sondern
auf einer Analyse der Beziehung zwischen den Schweinswalregistrierungen an den verschie
denen TPODs und der Entfernung der jeweiligen TPODs zu den verschiedenen Rammorten
(spezifische WEA) beruht. Diese Analyse sollte mit Hilfe einer ANCOVA (Bqrtz [1999)1 durch
geführt werden, in die der Rammort als Faktor und die Entfernung zwischen Rammort und je
weiligem TPOD als Kovariate eingehen. Bei Durchführung der ANCOVA ist auch die mögliche
Interaktion zwischen Rammort und Kovariate zu berücksichtigen (Engqvist [200511. Sollten die
Daten auf Grund ihrer Verteilung eine solche parametrische Analyse nicht zulassen und auch
Datentransformationen nicht zu erwartungskonformen Verteilungen führen, können alterna
tiv Spearman'sche Rangkorrelationen, getrennt für die verschiedenen Rammorte, bestimmt
werden. Um die in diesem Fall durch multiples Testen auftretenden Probleme zu vermeiden,
sollten Fisher's Omnibustest (Haccqu und Meelis [1994)1 zur Ermittlung der Gesamtsignifikanz
sowie ein ein-Stichproben t-Test der erhaltenen Korrelationskoeffizienten (erwarteter Mittel
wert: Null) durchgeführt werden.