Teil C Anhang
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Hinweise zum Ausfüllen des „SAS-Positionsbogens“ (nach Garthe et al. [2002])
Schiff:
Name des Schiffs
Datum:
Tag, Monat, Jahr
Zahl der Anzahl der insgesamt ausqefüllten SAS-Beobachtunqsböqen IS. 471 pro Schiff. Taq und (bei Doppeltransekten)
Beob.-Bög. Schiffsseite (BB/StB).
Beobachter: Name des/der Beobachter(s) (bitte Vor- und Nachnamen ausschreiben). Wenn irgend möglich, mit mindestens zwei
Personen beobachten.
Zählseite:
Bitte markieren, ob die Zählungen durchweg auf der Backbordseite (BB), Steuerbordseite (StB) oder je nach Bedin
gungen wechselnd durchgeführt wurden.
Alle Arten:
Ankreuzen, wenn alle Arten erfasst werden. Wenn Arten(gruppen) weggelassen werden müssen, sind diese unbedingt
anzugeben.
Flugrich
tungen:
Angeben, ob die Flugrichtungen auf den Beobachtungsbögen die absoluten oder die relativen Flugrichtungen der
Vöqel widerspieqeln fDetails s. SAS-Vonelhonenl.
Transekt-
breite:
Bei halbwegs guten Wetterbedingungen und ausreichend hohem Beobachtungsstandort 300 m; bei schlechtem Wetter
und/oder niedrigem Beobachtungsstandort (z.B. F.B. „Aade“) auf 200 m reduzieren. Änderungen während der Zählung
unbedingt vermerken!
Schiffstyp:
z.B. Forschungsschiff, Fähre, ...
Standort:
Peildeck (= Dach des Schiffes), Nock (= „Balkon“ seitlich der Brücke), ...
Geschwin
digkeit:
In Knoten über Grund, evtl. Veränderungen der Geschwindigkeit (unter „Bemerkungen“) korrigieren, z.B. beim Über
gang von normaler Fahrt zu langsamer Fahrt. Ggfs, auf der Brücke erfragen.
Beobach
tungsbedin
gungen:
Angaben zum Sea State müssen stets vorgenommen werden, solche zur Sicht möglichst auch. Da sich diese Bedin
gungen während einer Zählung oft fortlaufend ändern, können/sollten diese Angaben (auch) auf den SAS-Vogelbögen
vorgenommen werden.
Sea State (Seegang)
Achtstufige Skala zur Beschreibung des Seegangs (Meereszustandes) und damit der Qualität der Beobachtungsbe
dingungen. Die Skala entspricht prinzipiell der Windstärke in Beaufort (Bft). Eine Vergleichbarkeit von Windstärke und
Seegang liegt aber nur dann vor, wenn der Wind mit gleichbleibender Richtung und Geschwindigkeit hinreichend lange
auf ein großes Seegebiet einwirkt (Dietrich et al. [1975]); eine Situation, die in den deutschen Nord- und Ostseegewäs
sern fast nie eintritt. Der Seegang sollte daher nicht anhand der aktuellen Windstärke, sondern ausschließlich aufgrund
eigener Beobachtungen gemäß nachfolgender Aufstellung klassifiziert werden. Spätestens bei Stufe 7 müssen die
Zählungen abgebrochen werden. Änderungen des Meereszustandes müssen wiederum stets auf dem SAS-Vogelbogen
oder auf dem SAS-Positionsbogen unter „Positionen: Bemerkungen“ angegeben werden.
0 spiegelglatt
1 ganz kleine Rippein
2 sehr kleine Wellen, Wellenkämme glasig, brechen sich nicht
3 kleine Wellen; Wellenkämme beginnen sich zu brechen; vereinzelte Schaumkronen
4 Wellen werden länger; zahlreiche Schaumkronen
5 mäßig große Wellen; viele Schaumkronen; etwas Gischt
6 größere Wellen; überall Schaumkronen; mehr Gischt
7 Wellen türmen sich auf; weißer Schaum von brechenden Wellen ordnet sich in Windrichtung in Streifen an; noch
rauhere Bedingungen.
Sicht
Anhand von Seezeichen, anderen Schiffen o.ä. schätzen. Für eine Sicht >10 km ist in der Spalte „Sicht“ 10 anzugeben,
für geringere Sichtweite eine Zahl in km. Änderungen in der Sicht sind sinnvollerweise auf dem SAS-Vogelbogen an
zugeben.
Wetter:
Angaben zum Wetter sind für die Zählungen nicht zwingend, aber grundsätzlich erwünscht. Wichtig sind vor allem
Vermerke, wenn die Bedingungen extrem sind (d.h. immer dann, wenn dadurch die Erfassung in ihrer Genauigkeit
beeinträchtigt sein könnte, dies gilt vor allem für Niederschlag, aber z.B. auch für Gegenlicht).
Positionen:
Parallel zu den Vogelbeobachtungen sind regelmäßige Positionsangaben unerlässlich, damit die Beobachtungen
überhaupt geografischen Einheiten zugeordnet werden können. Bei den meisten Forschungsschiffen können diese
Positionen automatisch, z.B. in minütlichen Intervallen, aufgezeichnet werden. Auf anderen Schiffen bietet es sich
an, ein eigenes GPS-Gerät mitzuführen und entsprechend die Positionen minütlich selbst aufzuzeichnen. Falls beide
Varianten nicht realisierbar sind, ist die Tabelle im Positionsbogen dafür vorgesehen, Positionsangaben zu notieren,
wie sie z.B. direkt von Geräten auf der Schiffsbrücke abgeschrieben werden können. Auch hier gilt, dass die geogra
fische Position möglichst oft, aber mindestens einmal pro Stunde (besser öfter) und in jedem Fall bei allen Kurswech
seln (> 10°) sowie starken Geschwindigkeitsänderungen vermerkt werden muss. Bei den Fahrten der Bäderschiffe
(Fahrgastschiffe) von und nach Helgoland können auch die Positionen durch Notieren der Tonnen bestimmt werden.
Bei Nichterfahrung mit Tonnen ist jedoch vor dem Gebrauch dieser Methode unbedingt mit erfahrenen Beobachtern
Rücksprache zu halten.
Zeit:
Zeit in UTC, entspricht GMT (= Greenwich Mean Time). UTC entspricht der deutschen Winterzeit minus 1 Stunde bzw.
der deutschen Sommerzeit minus 2 Stunden.
Geogr.
Position:
In Grad, Minuten und hundertstel Minuten (wie vom GPS-Gerät angezeigt) eintragen (z.B. 54° 52,59' N) oder als
gesamter Dezimalwert (z.B. 54,8765° N).
Bemer
kungen:
Hier unbedingt Änderungen der Schiffsgeschwindigkeit, Stopps, Aussetzen und Hieven von Netzen u. ähnl. vermerken.
Außerdem können/sollten hier Änderungen von Windrichtung oder -stärke eingetragen werden.