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Full text: Standard

Teil B - Technische Anleitung 
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Tabelle 3.2.2: Sichtbeobachtung/ Erfassung von Flugrufen 
Basisaufnahme 
Überwachung 
Voruntersuchungen 
Zustandsaufnahme 
Bauphase 
Betriebsphase 
Ziele 
Erfassung von Vogelbe 
wegungen (Zugbewe 
gungen, Flüge nah 
rungssuchender Vögel 
und Flüge zwischen 
Nahrungs- und Rastge 
bieten). 
Erfassung des Status 
quo ante mit Erfassung 
der jahreszeitlichen 
Dynamik. 
Erfassung von Aus 
wirkungen und An 
passungsverhalten 
während der Bauphase. 
Dokumentation etwaiger 
Ausweichmanöver. 
Erfassung von Auswir 
kungen und Anpas 
sungsverhalten während 
der Betriebsphase. 
Dokumentation etwaiger 
Ausweichmanöver. 
Umfang 
Parallel zu den Radarbeobachtungen 
Zeitrahmen 
Einmal, kann als Be 
standteil der Zustands 
aufnahme genutzt 
werden. 
Mindestens zwei aufein 
anderfolgende vollstän 
dige Jahresgänge vor 
Baubeginn. 
Während der gesamten 
Bauphase. 
Mindestens drei, sofern 
erforderlich bis zu fünf 
Jahre ab Inbetriebnah 
me. 
Methode 
Sichtbeobachtungen/Erfassung von Flugrufen 
• Zur Bestimmung des Artenspektrums der mit Radar erfassten Vögel sind parallel tagsüber Sichtbeobach 
tungen durchzuführen und nachts Flugrufe zu registrieren. 
• Insgesamt sind mindestens 50 Untersuchungstage in der Nordsee und 52 Untersuchungstage in der Ost 
see anzusetzen. Davon müssen 900 Stunden für die Nordsee und 936 Stunden für die Ostsee auswert 
bar sein. Untersuchungen können in der Regel bis 8 Bft und einer Wellenhöhe von 2,5 m durchgeführt 
werden. 
• Die Untersuchungen sind möglichst über 24-Stunden-Zyklen durchzuführen. Ziel ist eine möglichst gleich 
mäßige Erfassung des Zuggeschehens über den Tagesverlauf. 
Erfassungsfrequenz: 
• Minimal ist jeweils ein Block von 15 min. pro Stunde abzudecken, besser zwei Blöcke zu 15 min pro Stunde. 
Einsatzort 
• Die Messungen sollten vorzugsweise von unbeweglichen Standorten aus durchgeführt werden, anson 
sten von Schiffen. Während der Bau- und Betriebsphase sollten die Erfassungen im Randbereich des 
Baugebietes erfolgen, um mögliche Ausweichbewegungen fliegender Vögel zu erkennen (Details siehe 
RadarbeobachtunoenV 
Sicht beobachtungen 
• Zwischen dem Beobachter am Radargerät und dem Beobachter, der die Sichtbeobachtung durchführt, 
kann Sprechkontakt sinnvoll sein. Die Registrierung soll aber grundsätzlich unabhängig erfolgen. 
• Aufnahme des Artenspektrums und der Anzahl der Vögel in einem Sichtfenster vom Horizont bis zu einer Win 
kelhöhe von 45° (Fernglas mit 10facher Vergrößerung oder mit größerer Öffnung) bis zu einer Entfernung von 
1,5 km. Auch unbestimmbare Vögel müssen registriert werden (z.B. als „Pieper spec.“ oder „graue Gänse“). 
• Die Flughöhen können anhand der Decks-/ Masthöhe des eigenen Schiffes bzw. während der Bau- und 
Betriebsphase anhand der WEA-Maße geschätzt werden. Es soll eine Einteilung in folgende Höhen 
klassen erfolgen: 0 bis 5 m, 5 bis 10 m, 10 bis 20 m, 20 bis 50 m, 50 bis 100 m, 100 bis 200 m und über 
200 m. Während der Basisaufnahme, wenn noch keine WEA zur Orientierung vorhanden sind, sollen bei 
Beobachtungen von Schiffen die Höhenklassen über 50 m zusammengefasst werden. 
• Wenn eine stabile Plattform zur Verfügung steht, ist zusätzlich eine Registrierung mit einem Spektiv in 
einem definierten Sichtfenster durchzuführen („Seawatching“). Das Sichtfenster ist durch die Vergröße 
rung und den Sichtwinkel des Spektivs vorgegeben (alle Vögel bis 5 km Entfernung). Zu verwenden ist 
ein Weitwinkel-Spektiv mit 30facher Vergrößerung und mindestens 80 mm Öffnung). 
Erfassung von Flugrufen 
• Nachts sind Flugrufe zu registrieren. 
Darstellung 
der 
Ergebnisse 
Liste der beobachteten Vogelarten nach Tag, Nacht und Monaten getrennt. 
Darstellung der: 
• relativen Flugintensitäten je Beobachtungsnacht und -tag in Tabellenform (z.B. Vögel/h oder Rufe/h), 
• mittleren relativen Flugintensität im Tagesverlauf (nach Monaten zusammengefasst), 
• relativen Flughöhenverteilung (in den o.g. Stufen) und der relativen Flugrichtungsverteilung für jede 
Beobachtungsnacht und jeden -tag in Tabellenform oder als Grafiken für Monate gemittelt (tageszeitliche 
Verteilung), 
• entsprechenden Aufbereitung von „Seawatching“-Beobachtungen getrennt für die häufigsten Arten /Ar- 
tenaruDDen iAnhana S. 49: Relevante Artent. 
Vergleich der eigenen Untersuchungen mit vorhandenen Daten. 
Exemplarische Darstellung der Flugbewegung von 
Vögeln, die auf die Anlagen zufliegen und tabellarische 
Darstellung aller Reaktionen bzw. Nichtreaktionen, vor 
allem der Änderungen von Flugrichtungen bzw. -höhen.
	        
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