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Teil B - Technische Anleitung 
3.2 Vogelzug und sonstige Vogelbewegungen im Untersuchungsgebiet 
Tabelle 3.2.1: Untersuchungen mit Radar 
Basisaufnahme 
Überwachung 
Voruntersuchungen 
Zustandsaufnahme 
Bauphase 
Betriebsphase 
Ziele 
Erfassung von Vogelbe 
wegungen (Zugbewe 
gungen, Flüge nahrungs 
suchender Vögel und 
Flüge zwischen Nah- 
rungs- und Rastgebieten). 
Erfassung des Status 
quo ante mit Erfassung 
der jahreszeitlichen 
Dynamik. 
Erfassung von Aus 
wirkungen und An 
passungsverhalten 
während der Bauphase. 
Dokumentation etwaiger 
Ausweichmanöver. 
Erfassung von Auswir 
kungen und Anpas 
sungsverhalten während 
der Betriebsphase. 
Dokumentation etwaiger 
Ausweichmanöver. 
Umfang 
Untersuchungsfrequenz in den Flauptzugzeiten 7 Tage/Monat (nicht in einem Block). 
Hauptzugzeiten: 
• Nordsee: März bis Mai und Mitte Juli bis Mitte November. 
• Ostsee: März bis Mai und Mitte Juli bis Ende November. 
• Untersuchungstage umfassen volle 24 Stunden. Die Untersuchungen sind möglichst über zusammenhän 
gende 24-Stunden-Zyklen durchzuführen. Ziel ist eine möglichst gleichmäßige Erfassung des Zuggesche 
hens/ Zugverhaltens über den Tagesverlauf. 
• Insgesamt mindestens 50 Untersuchungstage in der Nordsee und 52 Untersuchungstage in der Ostsee. 
Davon müssen mindestens 900 Stunden für die Nordsee und 936 Stunden für die Ostsee auswertbar sein. 
Kontinuierlicher Einsatz. Im Routinebetrieb mindestens 12 bis 15 Radarbilder pro Stunde. 
• Ausrichtung des Gerätes vorzugsweise senkrecht zur Zugrichtung. 
Berücksichtigung von Reaktionen fliegender Vögel 
gegenüber den Anlagen (Änderungen von Flugrich 
tung/ -höhe, Kollisionsereignisse). Erfassung mit 
Methoden nach dem Stand der Technik (repräsenta 
tive Stichproben). 
Zeitrahmen 
Einmal, kann als Be 
standteil der Zustands 
aufnahme genutzt 
werden. 
Mindestens zwei aufein 
anderfolgende vollstän 
dige Jahresgänge vor 
Baubeginn. 
Während der gesamten 
Bauphase. 
Mindestens drei, sofern 
erforderlich bis zu fünf 
Jahre ab Inbetriebnah 
me. 
Methode 
Radaruntersuchungen 
isoweit im Folaenden nicht anderweitia festaeleat nach FIüddod et al. 1200211 
Einsatzort 
• Die Messungen sollten vorzugsweise von unbeweglichen Standorten aus durchgeführt werden, anson 
sten von Schiffen auf festen Positionen oder bei langsamer Fahrt (bei starkem Seegang, wie er in weit vor 
der Küste liegenden Gebieten vorherrschend ist, ist das Kreuzen im Untersuchungsgebiet nicht zu ver 
meiden). Während der Bau- und Betriebsphase ist der Standort des Schiffes/ der Plattform so zu wählen, 
dass er vom Baugebiet aus jeweils in der hauptsächlichen Flerkunftsrichtung der Vögel liegt, um mögliche 
Ausweichbewegungen fliegender Vögel optimal zu erkennen. 
Höhenradar: Einsatz verbindlich 
• Quantifizierung der Flugintensitäten in 100-m-Höhenstufen bis 1000 m korrigiert. 
• Abschätzung der jahreszeitlichen Flugintensitäten. 
• Grobe Abschätzung auch der Flugrichtungen. 
Erfassungsbedingungen: 
• Einsatz auch bei stärkeren Winden (bis zu mindestens etwa 7 Bft. bzw. einer Wellenhöhe von 2 m). 
Anforderungen an das Radargerät: 
• Höhenradar mit einer Leistung von mindestens 25 kW, einem vertikalen Öffnungswinkel von 20° bis 25° 
und einem horizontalen Öffnungswinkel von 0,9° bis 1,2° und einer Sendefrequenz von 9,4 GHz (X-Band- 
Radar). 
Standard-Arbeitsbereich: 
• Der Standardarbeitsbereich (range) soll 1,5 km sein. Nur für gezielte Beobachtungen (Ausweichbewe 
gungen) darf hiervon abgewichen werden. 
Horizontalradar: Einsatz empfohlen; während des Monitorings von festen Standorten verbindlich 
• Erfassung von Flugrichtungen und -intensitäten. 
Erfassungsbedingungen: 
• Maximal bis 4 oder 5 Bft. 
Anforderungen an das Radargerät: 
• Horizontalradar mit einer Leistung von mindestens 25 kW. 
Standard-Arbeitsbereich: 
• Der Standardarbeitsbereich (range) soll 3 km sein. Nur für gezielte Beobachtungen (Ausweichbewe 
gungen) darf hiervon abgewichen werden. 
Darstellung der 
Ergebnisse 
Ergebnisse der Radarbeobachtungen. Für die Höhenverteilung ist eine Distanzkorrektur unabdingbar! (Bei 
der Wahl der Geräte und der Geräteeinstellungen ist auf die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu achten).Diese 
berücksichtiat Erfassbarkeit und Volumen des Radarstrahls is. Anhana S. 51: Distanzkorrektur für Radaraeräte 
und val. Hüppop et al. [2002j und nächstes Kapitel). Erqebnisdarstellunq als Echos pro Stunde und Kilometer.
	        
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