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Teil B - Technische Anleitung
Methode
(Fortsetzung)
Standort des Beobachters:
• Peildeck oder Nock, Augenhöhe des Beobachters mindestens 5 m (besser 7 m) über dem
Wasserspiegel.
Erfassungsbedingungen:
• Bei Sea State > 4 müssen die Untersuchungen abgebrochen werden. Die Sicht sollte fünf km
nicht unterschreiten.
Flugzeugtransekt-Untersuchungen
(soweit im Folgenden nicht anderweitig festgelegt nach Diederichs et al. f200211
Transektstrecke:
• Mindestens 500 km.
Transektabstände:
• Transektabstand ca. 3 bis 5 km (zur Minimierung von Scheucheffekten keine kleineren Ab
stände!)
Transektbreite:
• Auf jeder Seite des Flugzeugs in 90° zur Flugrichtung drei Abstandsklassen (Transektbänder:
Band A: 60° bis 26°, Band B: 25° bis 11° und Band C: 10° bis zur Mitte zwischen den Tran-
sekten (vergl. Anhang S. 49, Abb. 9 und Tab. 3t. Es wird ein zusätzliches Band D: 61° bis 90°
empfohlen.
Transektausrichtung:
• Möglichst küstennormal; z. B. in der Deutschen Bucht vor der Küste Schleswig-Holsteins vor
zugsweise in Ost-West-, vor der Küste Niedersachsens vorzugsweise in Nord-Süd-Richtung.
Beobachter:
• Insgesamt mindestens 3 Beobachter. Auf jeder Seite ein Hauptzähler. Auf der Seite mit den
besseren Zählbedingungen ein weiterer Beobachter, um Erfassungsfehler der Hauptbeobach
ter zu bestimmen und eine Fehlerabschätzung bei Dichteberechnungen zu ermöglichen. Alter
nativ kann der dritte Zähler in Rastgebieten von Trauerenten neben dem Piloten nach aufflie
genden Schwärmen Ausschau halten, um Gesamtbestände zu erfassen und die Genauigkeit
der Transektzählungen einzuschätzen.
Erfassung:
• Kontinuierliche (sekundengenaue) Erfassung.
Flugzeugtyp:
• Offshore-Erfassungen nur mit zweimotorigen Flugzeugen. Hochflügelige Propellermaschine
mit nach außen gewölbten Scheiben (bubble-windows).
Fluggesch windigkeit:
• ca 180 km/h.
Flughöhe:
• ca. 250 ft (ca. 76 m).
Flugdaten:
• Positionserfassung mit GPS alle fünf Sekunden und Verknüpfung sämtlicher Beobachtungs
zeiten über mit dem GPS synchronisierte Digitaluhren.
Erfassungsbedingungen:
• Erfassung möglichst nur bei ruhiger Wasseroberfläche, so dass die Wellenkämme sich nicht
brechen, bis Sea State max. 3 (siehe Garthe et al. [200211. Die Sicht sollte fünf km nicht unter
schreiten.