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Teil B - Technische Anleitung 
25 
3 Avifauna 
3.1 Rast- und Zugvögel 
Tabelle 3.1.1: Untersuchungen der Nahrungsgäste, Mauser- und Rastbestände 
Basisaufnahme 
Überwachung 
Voruntersuchungen 
Zustandsaufnahme 
Bauphase 
Betriebsphase 
Ziele 
Grundlegende Erfassung 
der großräumigen Ver 
teilung und Dichte des 
Vogelvorkommens sowie 
des Verhaltens der Vögel 
(Fluggewohnheiten, Stö 
rungsempfindlichkeit) zur 
Überprüfung der Bedeu 
tung als Rast-, Nahrungs 
und/oder Mausergebiet im 
Vorhabensgebiet und Wahl 
des Referenzgebietes. 
Erfassung des Vo 
gelvorkommens zur 
Überprüfung der Be 
deutung als Rast-, 
Nahrungs- und/oder 
Mausergebiet vor 
Baubeginn. 
Erfassung von 
Auswirkungen und 
Verhalten während 
der Bauphase. 
Erfassung von 
Auswirkungen und 
Verhalten während 
der Betriebsphase. 
Umfang 
Ganzjährig eine Schiffszählung pro Monat in möglichst gleichmäßigen Zeitabständen. 
Je zwölf weitere Schiffs- und Flugzeugzählungen pro Jahr: Verteilung auf die Jahreszeiten in 
Abhängigkeit von Gebiet und jahreszeitlichem Vorkommen der Arten. 
Abdeckung einer Fläche durch die Transekte von jeweils 10 % des Untersuchungsgebietes. 
Zeitrahmen 
Einmalig, kann als Be 
standteil der Zustandsauf 
nahme genutzt werden. 
Mindestens zwei 
aufeinanderfolgende 
vollständige Jahres 
gänge vor Baube 
ginn. 
Während der ge 
samten Bauphase. 
Mindestens drei, 
sofern erforderlich 
bis zu fünf Jahre ab 
Inbetriebnahme. 
Methode 
Schiffstransekt-Untersuchungen 
(soweit im Foloenden nicht anderweitio festoeleot nach Garthf et al. T20021) 
Transektabstände: 
• Grundsätzlich 3 km, in begründeten Fällen bis zu 4 km (zur Minimierung von Scheucheffekten 
keine kleineren Abstände!). 
Transektbreite: 
• Bei guten Witterungsverhältnissen beidseitige Beobachtungen von jeweils grundsätzlich 300 m 
durch je ein Beobachterteam (ein Beobachterteam besteht aus zwei Personen) pro Schiffssei 
te, d.h., zwei Personen erfassen pro Schiffsseite. 
Wenn durch gleißendes Gegenlicht auf einer Schiffsseite nicht beobachtet werden kann, kann 
ausnahmsweise auf der sonnenabgewandten Seite erfasst werden. 
Transektausrichtung: 
• Möglichst küstennormal zur Erfassung von Gradienten: z. B. in der Deutschen Bucht vor der 
Küste Schleswig-Holsteins vorzugsweise in Ost-West-, vor der Küste Niedersachsens vorzugs 
weise in Nord-Süd-Richtung. 
Fahrtgesch windigkeit: 
• zwischen 7 und 16 kn. 
Zählintervalle: 
• Grundsätzlich werden alle Vögel auf der jeweiligen Seite des Schiffes erfasst. Die geografische 
Zuordnung erfolgt minütlich. 
• Fliegende Vögel sind - unter Angabe der Flughöhe - ebenfalls vollständig zu erfassen. Für 
Dichteberechnungen ist zusätzlich die Anwendung der Schnappschuss-Methode unumgäng 
lich, bei der im einminütigen Abstand (Digitaluhr!) alle zu dem jeweiligen Zeitpunkt im Tran- 
sektabschnitt befindlichen Vöoel als ..im Transekt“ reoistriert werden (veröl. Anhano S. 46. Abb. 
8 und Garthf et al. i200211. Die Länoe des Transektabschnitts wird durch die Fahrtoeschwin- 
digkeit des Schiffes bestimmt. Bei schnellen Schiffen (ab 15 kn) ist der Abstand zwischen den 
„Schnappschüssen“ auf eine halbe Minute zu verkürzen, da derTransektabschnitt nach vorne 
für Intervalle von 1 min zu oroß ist. (veröl. Anhano S. 46. Tab. 2 aus Garthf et al. i200211. Die 
Vogelerfassung ist mit dem SAS-Vogelbogen vorzunehmen. Details siehe Anhang S. 45/46 
„SAS-Vogelbogen“ und ..Hinweise zum Ausfüllen des SAS-Vooelbooens“.
	        
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