Teil B - Technische Anleitung
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Tabelle 1.3: Untersuchungen der Epifauna mit Baumkurre/ Dredge
Basisaufnahme
Überwachung
Voruntersuchungen
Zustandsaufnahme
Bauphase
Betriebsphase
Ziele
Grundlegende
Beschreibung des
Vorhabensgebietes
und Festlegung
eines geeigneten
Referenzgebietes.
Mittel- und klein
räumige Erfassung
des Status quo ante
mit Erfassung der
jahreszeitlichen Dy
namik als Grundlage
für die Beurteilung
eventueller Auswir
kungen von WEA.
Mittel- und kleinräu
mige Erfassung
der relevanten
Auswirkungen der
Baumaßnahmen auf
die Lebensgemein
schaften und deren
jahreszeitlicher
Entwicklung.
Mittel- und klein
räumige Erfassung
der relevanten
Auswirkungen in der
Betriebsphase auf
die Lebensgemein
schaften und deren
jahreszeitlicher
Entwicklung.
Umfang
Die Anzahl der Baumkurren oder Dredgenfänge pro Gebiet (Vorhaben/ Referenz) richtet
sich nach der Anzahl der ermittelten Infauna-Stationen. Die Hälfte der Anzahl von
Infaunastationen ist mit Baumkurren oder Dredgenfängen zu untersuchen. Bei kleinen
Gebieten (< 20 Quadratseemeilen) sollen mindestens 10 Baumkurren oder Dredgenfän
ge durchgeführt werden.
Verteilung der Stationen nach Zufallsprinzip unter Berücksichtigung aller mit Seitensicht
sonar bzw. Video ermittelten Habitatstrukturen.
Einmal, möglichst im
Frühjahr.
Im Frühjahr und im Herbst.
Zeitrahmen
Einmal, kann als
Bestandteil der
Zustandsaufnahme
genutzt werden.
Mindestens zwei
aufeinanderfol
gende vollständige
Jahresgänge vor
Baubeginn.
Während der ge
samten Bauphase.
Mindestens drei,
sofern erforderlich
bis zu fünf Jahre ab
Inbetriebnahme.
Methode
In der Nordsee:
Baumkurre mit einer Breite von 2 - 3 m und einer Maschenweite von 1 cm und in Ausnah
mefällen mit der Dredge.
In der Ostsee:
wahlweise Baumkurre mit einer Breite von 2 - 3 m und einer Maschenweite von 1 cm oder
Dredge.
Ein Wechsel des Gerätestandards ist nicht erlaubt!
Schleppdauer 5 Minuten am Grund, Schleppgeschwindigkeit 1 - 3 Knoten (Schleppzeit
von 10 Minuten, wenn die Fänge auch für die demersale (bodenorientierte) Fischfauna
genutzt werden).
Biomasse: Feuchtgewicht pro Art.
Darstellung der
Ergebnisse
• Gesamtindividuenzahl pro Fläche,
• Gesamtbiomasse pro Fläche,
• Individuenzahl pro Art und Fläche,
• Biomasse pro Art und Fläche,
• Dominanzverhältnisse (bezogen auf Individuenzahl und Biomasse),
• Diversität/Eveness zur Gemeinschaftsanalyse, Clusteranalyse bzw. Multidimensionale
Skalierung.