Glossar
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Dynamische Belastungen des Baugrunds
folgen aus hochfrequenten periodischen (Schwingungen) oder kurzzeitigen transienten Einwir
kungen (Stöße), die eine so hohe Spannungsänderungsrate im Boden bewirken, dass Trägheits
kräfte nicht vernachlässigt werden können, und bei denen im Wesentlichen kleine, volumenkon
stante und quasi-elastische Deformationen erzeugt werden.
Grenzzustand der Tragfähigkeit (Ultimate Limit State, ULS)
ist erreicht, wenn die Vergrößerung der Widerstände intolerabel große Beanspruchungen des Bau
grundes, der Gründungselemente oder ihrer Bauteile zur Folge hat.
Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit (Serviceability Limit State, SLS)
ist erreicht, wenn die Vergrößerung der Einwirkungen (Gebrauchslasten) zu intolerabel großen Ge
samtverschiebungen oder bleibenden Verschiebungen des Baugrundes, der Gründungselemente
oder ihrer Bauteile führen würde.
Grenzzustand der Lebensdauer (Fatigue Limit State, FLS)
ist erreicht, wenn die Summe der Beanspruchungen des Baugrundes zu einer Verminderung ent
weder der Steifigkeit oder der Festigkeit des Baugrundes oder Teilen davon geführt haben, so daß
die Standsicherheit und/oder die Gebrauchsfähigkeit der Gründung für das Bauwerk nicht mehr
gewährleistet sind.
Gründungselemente
sind alle konstruktiven Bauteile, mit denen die Tragstruktur, in der Regel die Unterstruktur, auf oder
im Baugrund abgesetzt bzw. verankert wird. Sie leiten die dazu erforderlichen Kraftwirkungen dau
erhaft sicher in den Baugrund ein.
Statische Belastungen oder quasi-statische Belastungen des Baugrunds
folgen aus Einwirkungen, deren Größe sich im Wesentlichen monoton aufbaut und sich nur unwe
sentlich ändert oder die (als Maximalgröße) nur selten auftritt.
Zyklische Belastungen
folgen aus Einwirkungen mit einer großen Anzahl regelmäßiger oder unregelmäßiger, niedrigfre
quenter Größenänderungen mit oder ohne Richtungswechseln.