Teil B - Nachweise und Genehmigungserfordernisse
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3.4.3 Umwelteinflüsse
3.4.3.1 Elektrische Felder
Bel geschirmten Kabeln liegt kein elektrisches Feld außerhalb des Kabels vor. Der Grenzwert von
5 kV/m bei 50 Hz gemäß BImSchV wird somit uneingeschränkt eingehalten. Bel der Verwendung von
ungeschlrmten Kabeln Ist der Nachweis nach BImSchV zu erbringen.
3.4.3.2 Magnetische Felder
3.4.3.2.1 Wechselstrom
Bel Dreileiterkabeln heben sich die magnetischen Felder nahezu auf. Der Grenzwert von 100 pT bei
50 Hz für Bereiche, In denen sich Menschen auf Dauer aufhalten, gemäß BImSchV wird somit uneinge
schränkt eingehalten. Das Gleiche gilt für koaxial betriebene Drehstrom-Elnlelterkabel sowie für bipolar
betriebene Drehstrom-Elnlelterkabel.
Bel der Verwendung von nicht verseilten Kabeln Ist der Nachweis unter Beachtung der Verlegung nach
BImSchV zu erbringen.
3.4.3.2.2 Gleichstrom
Bel der Verwendung von bipolaren Kabeln heben sich die magnetischen Felder nahezu auf. Der Grenz
wert von 400 pT bei 0 Hz für Bereiche, In denen sich Menschen auf Dauer aufhalten, gemäß BImSchV
wird somit uneingeschränkt eingehalten.
Bel der Verwendung von monopolaren Kabeln Ist der Nachweis unter Beachtung der Verlegung nach
BImSchV zu erbringen.
3.4.3.3 Wärmeabgabe der Energiekabel
Die aus naturschutzfachlicher Sicht vorgeschlagene Grenztemperatur von 2 K gilt In der AWZ von Nord-
und Ostsee für eine Aufpunkttiefe von 20 cm.
Es Ist eine Berechnungsmethode anzuwenden, die zunächst vom Zeltmittelwert der Kabelverluste aus
geht und hieraus den Zeltmittelwert der Aufpunkterwärmung berechnet. Als einschlägige Berechnungs
methode kann hierzu die IEC 60287 herangezogen werden. Zu Berücksichtung mehrtägiger Volllast
phasen der Windenergieparks wird dieser mittleren Aufpunkterwärmung eine transiente Erwärmung
überlagert, die aus einem Sprung der Kabelverluste vom Zeltmittelwert auf Ihren Höchstwert resultiert.
Dieser transiente Temperaturverlauf kann mit Hilfe der IEC-Publlkatlon IEC 60853-2 f381 berechnet wer
den. In f391 Ist nachgewiesen, dass die beiden von IEC vorgeschlagenen In der Kabeltechnik üblichen
Berechnungsmethoden für alle In Frage kommenden Randbedingungen der wesentlich aufwendigeren
FE-Methode ebenbürtig sind.
Bel der Bestimmung des Zeltmittelwertes der Kabelverluste sind die Kenngrößen des angeschlos
senen Windenergieparks, wie mittlere Windgeschwindigkeit des Standortes, und hieraus folgende
Windenergieparkleistung zu berücksichtigen, bei Drehstromkabeln wird zum anderen dieser Zeltmit
telwert aber auch durch Kenngrößen der Übertragungsanlage bestimmt. So nimmt die Länge der Ka
beltrasse Einfluss auf die In die beiden Kabelenden eingespeisten kapazitiven Ströme, aber auch die
Aufstellung von Kompensationsanlagen hat hierauf einen entscheidenden Einfluss. Als spezifische
Wärmwiderstände für wassergesättigte Böden wird eine Größe von 0,7 Km/W ([40], [41], [42], f43T)
nicht überschritten.