Das: einundsechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1985,
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b) Die Zeitzeichen der Deutschen Seewarte,
Von den 1460 im Jahre 1935 auszusendenden Onogo- und Koinzidenzsignalen
Helen 7 wegen Störungen der Apparatur aus, Der absolute Mittelwert aller
Verbesserungen ergab sich für 1935 zu. 0.0368,
Wegen Bauarbeiten am Sender konnte das Zeitzeichen nur vom 1. Januar
1985 bis zum 18, März 1985 über den Nauener Sender DFY 181830 m ausgestrahlt
werden. Während der übrigen Zeit des Jahres erfolgte die Ausstrahlung über
den Sender DFW 13000 m. Der Deutschlanäsender übertrug die Zeitzeichen
wie bisher 1b und 13% auf der Welle 1571 m. Seit dem 23, Mai 1935 erfolgte
die Steuerung‘ dieser Zeichen direkt von der Deutschen Seewarte, wodurch nun
atıch hier eine bedeutend bessere Aussendung erzielt wurde. I
Weggeflallen sind seit dem 1. September 1985 die Ayssendungen 1% über den
Nauener Kurzwellensender DGH auf der Welle 28,74 mm. An seine Stelle sind
folgende Nauener Kurzwellensender getreten: a
; Is DFP 37,89 m, 135 DFC 28.10 m,
DGK 44.91 m, DGZ 20,54 m,
Die Signale werden von Hamburg direkt parallel der langen Welle getastet.
Durch diese endgültige Regelung der Zeitzeichenaussendung auf kurzen Wellen
sind die Aussendungen 1% und 13% über Norddeich DAN auf der Welle 26.455 m
kberflüssig geworden und wurden deshalb am 81. Dezember 1935 eingestellt.
Der Reichssender Hamburg‘ mit seinen Nebensendern Hannover, Bremen,
Flensburg, Magdeburg und Stettin verbreitete wie bisher regelmäßig die Kurz-
zeitzeichen. der Deutschen Seewarte zu den Stunden 7, 11, 15, 19 und 23 Uhr
Die Ausstrahlung der Kurzzeitzeichen auch über den Deutschlandsender wurde
angestrebt und die technischen Vorbereitungen getroffen, Wegen Benutzung
des Hamburg-Berliner Kabels zur Übertragung des Seewetterberichtes. mußten
die Sendezeiten. teilweise verlegt werden, Mit der versuchsweisen Aussendung
zu den Stunden 7, 12, 18 und 28 Uhr soll am. 1, Januar 1936 begonnen werden.
Wie bisher werden auch die Onogo-Signale 13h durch direkte Relaisüber-
tragung‘ von 7 verschiedenen schwedischen Rundfunksendern ausgestrahlt.
In der Veröffentlichung der Verbesserungen trat im. Laufe des Berichtsjahres
keine Anderung ein. Der Berechnung der Verbesserungen Jagen 227 Zeit.
bestimmungen mit durchschnittlich je 10 Sternen. am Durechgangsinstrument zu-
grunde, die an jedem klaren Abend angestellt wurden,
Die Kontakte von zwei der bei der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt
zu. Berlin-Charlottenburg aufgestellten Quarzuhren wurden auch 1935 werktäglich
11% 30m über das der Deutschen Seewarte zur Verfügung stehende Kabel we
leitet, Die hervorragende Gangkonstanz dieser Quarzuhren diente 1935 wiederum
als Grundlage des Zeitdienstes und zur richtigen Auslösung der Zeitsignale.
c) Zeitdiensteinrichtungen und Werkstatt,
Die Signalgeber und Chronographen arbeiteten. einwandfrei, Von den Haupf-
ühren im Uhrenkeller wurde die Riefler 261 vollständig überholt und zum Zwecke
der Genauigkeitssteigerung und Beschleunigung der Uhrvergleichungen mit einem
Pendelkontakt: ausgerüstet, während der Radkontakt stillgelegt wurde, Die Uhr
Richter 101 zeigte gegen Ende des Jahres vielfach große Schwingungsbogen-
veränderungen und Gangschwankungen, die Ihre Reinigung angezeigt sein Jassen.
Die übrigen Uhren gaben zu Bemerkungen. keinen Anlaß. Der zweite Signal-
geber fand endgültige Aufstellung; eine Umschaltvrorrichtung zur wahlweisen
Abgabe des Signals von der einen oder anderen Signalhauptahr und dureh den
ainen oder anderen. Geber wurde fertiggestellt und möntiert, Der Koinzidenz«
signalgeber wurde zur Verringerung von Temperatureinflüssen gelegentlich einer
Reinigung in den Uhrenkeller gehängt einschließlich der zugehörigen Synehroni-
sationsrelais, ;
Das im Vorjahre beschaffte Empfangsgerät Telefunken X 381 H, das Netz-
anschlußgerät und alle bisherigen Empfänger fanden neue und zweckmäßige
Aufstellung, Der neue Schreibchronograph, dessen Schreibfedern anfänglich oft
versagten, bis eine konstruktive Änderung Abhilfe schuf, wurde am. 1. August, der