Messvorschrift für die quantitative Bestimmung der Wirksamkeit von Schalldämmmaßnahmen
Seite 6
serschall besteht darin, dass der Nachweis der Wirksamkeit nicht nur für ausgewählte
Immissionsorte, sondern für repräsentative Immissionsorte zur Charakterisierung
der Maßnahme erfolgen soll. Das Einfügungsdämpfungsmaß, englisch „insertion
loss“, beschreibt die Abnahme des Schalldruckpegels, streng genommen des Schallintensitätspegels,
an gleicher Stelle durch Einfügen eines Hindernisses. Es soll eine
Kenngröße für die Lärmminderungsmaßnahmen sein, d. h. es ist von Quelle und Entfernung
unabhängig. Weiterhin ist der Anspruch, dass die Wirksamkeit der Maßnahme
auch in Abhängigkeit von Tiefe und Richtung beurteilt werden kann.
Die mithilfe einer Schallminderungsmaßnahme erreichte Schalldämmung hängt, neben
der korrekten Anwendung der Maßnahme, von den Umgebungsbedingungen
(beispielsweise Wassertiefe, Beschaffenheit des Bodens, Strömungs- und Windverhältnisse)
ab.
1.4 Allgemeine Anforderung
Begründete projektspezifische oder standortbedingte Abweichungen zur nachstehend
beschriebenen Vorgehensweise können mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt
werden. Die messenden Institutionen müssen zur Durchführung von Schallund
Schwingungsmessungen über eine entsprechende Qualifikation verfügen. Diese
kann über eine Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 ([9]) oder eine vergleichbare
Qualifikation nachgewiesen werden. Von den Institutionen ist ein entsprechender
Eignungsnachweis zu erbringen.