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Full text: Modellierung großräumiger Sedimenttransporte in der Deutschen Bucht (Nordsee)

Vergleich mit der Dauer [d] hoher Windgeschwindigkeiten (> 18 m/s) bei Helgoland 
ergibt einen bemerkenswert deutlichen Zusammenhang zwischen Transport und Wind. 
Die aus der Deutschen Bucht ausgetragenen Mengen sind um etwa eine Größenord 
nung geringer als die Eintragsmengen. Für den Austausch mit den Astuaren hegen auf 
grund der relativ groben räumlichen Auflösung der numerischen Modellgitter keine Er 
gebnisse vor. Die Austauschmengen können daher in der Bilanzierung nur unzureichend 
berücksichtigt werden. 
Abbildung 18: Über den Rand der Deutschen Bucht integrierte Netto-Deposition aus UnTRIM 
(rot), TELEMAC (grün) und MARINA (hellblau) und Dauer hoher Windgeschwindigkeiten 
(> 18 m/s) bei Helgoland. In der rechten Abbildung sind die Kontrollabschnitte für die Bilanzie 
rung markiert. 
Der höchste Wert der Netto-Deposition der untersuchten jährlichen Simulationen beträgt 
42 Mt/a. Dieser Wert wird in anderen Jahren nur zu etwa 1/2 bzw. 1/3 erreicht. Der 
Vergleich der Berechnungsergebnisse der unterschiedlichen Modelle weist für das Jahr 
1998 eine relativ gute Übereinstimmung (40,5-46,5 Mt/a) auf, während für das Jahr 2006 
deutlichere Unterschiede Sichtbarwerden (30-44 Mt/a). 
Der Vergleich mit der Dauer hoher Windgeschwindigkeit zeigt überwiegend eine hohe 
Korrelation mit der Netto-Deposition und weist daher auf die starke Wirkung des meteo 
rologischen Antriebs in Bezug auf die Magnitude und Richtung der residuellen Strö 
mungsgeschwindigkeiten/Transporte in der Deutschen Bucht hin. 
Von besonderem Interesse ist die tiefenabhängige Verteilung der Netto- 
Transportmassen. Detailanalysen ergaben, dass der überwiegende Anteil im Tiefenbereich 
zwischen 10 m und 20 m hegt. Der Transport im Rückseitenwatt der ostfriesischen Inseln 
ist deutlich geringer. 
7 Schlussfolgerungen 
Bewertungen der morphologischen Gegebenheiten in der Deutschen Bucht sind aus vie 
lerlei Gründen mit großen Unsicherheiten behaftet. Die Messverfahren und Felddaten 
selbst können keinen hinreichenden Grad an Genauigkeit sicherstellen. Modelle basieren 
naturgemäß immer auf Vereinfachungen, und besonders Simulationsmodelle sind auch 
aufgrund der numerischen Approximation der Physik und der Grenzen der Computersys 
teme (Bauweise, Entwicklung) Beschränkungen unterworfen.
	        
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