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Full text: Modellierung großräumiger Sedimenttransporte in der Deutschen Bucht (Nordsee)

Vor der eigentlichen Modellkalibrierung und Validierung wurde zunächst eine Analyse 
der Unsicherheiten der gemessenen Basisdaten durchgefiihrt. Dieselbe Vorgehensweise 
galt auch für die Messdaten, die zu Validierungszwecken verwendet wurden. Die Unge 
nauigkeit der Daten während des gesamten Datenflusses (Messungen und Modellierung) 
gab das Spektrum und den Bereich der Modellparametrisierung für die Kalibrierung vor. 
Analog müssen die Modellergebnisse im Unsicherheitsbereich der Zielparameter bei der 
Kalibrierung und Validierung fallen. 
Die Plausibilität der Komponenten des morphodynamischen Modells wurde mit Hilfe 
regulärer Messungen der Gewässersohle in Verbindung mit angemessenen räumlichen 
und zeitlichen Interpolationsmethoden geprüft. Neben der volumetrischen Entwicklung 
der Gewässersohle sind auch Sohlformen und veränderte Sedimentzusammensetzungen 
relevant. 
Ein Beispiel für die Validierung hydrodynamischer Modellkomponenten ist der do 
kumentierte Vergleich von Messungen mit Simulationsergebnissen für Wellen und Was 
serstände (M2-Komponenten). Angesichts der großen Zahl an verschiedenen verfügba 
ren Modellergebnissen wurden exemplarisch nur die Vergleiche von Seegang und Was 
serstand (harmonische Analyse: M2-Tide) auf Abb. 14 dokumentiert. 
35 
3.0 
2.5 
2.0 
1.5 
1.0 
0.5 
0.0 
Deutsche Bucht 
— Messung 
- UnTRIM 
■ DELFT3D 
JJ\_ * 
* 
/W^ Wv ^ 
Abbildung 14: Vergleichsmessungen/Berechnung (links: Seegang, rechts: Wasserstand). 
Durch einen bloßen Vergleich der an verschiedenen Orten gesammelten Messdaten ist 
keine angemessene Validierung des Sedimenttransports möglich. Die Messmethoden und 
die mit der Interpretation der Daten verbundenen Unsicherheiten sowie die nur spärlich 
vorhandenen räumlichen und zeitlichen Daten lassen keinen direkten Vergleich mit den 
Modellergebnissen selbst zu. 
Für die Plausibilisierung der morphodynamischen Modellkomponenten wurden drei 
wichtige Parameter herangezogen: 
1. morphologischer Raum, 
2. volumetrische Veränderungen der Bathymetrie und 
3. Histogramme der Sedimentmengen/Transportmassen
	        
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