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Full text: Modellierung großräumiger Sedimenttransporte in der Deutschen Bucht (Nordsee)

5 Suite der numerischen Modellierungswerkzeuge 
In den letzten Jahrzehnten haben sich numerische Simulationsmodelle als Ingenieurwerk 
zeuge für die Prognose und Einschätzung großräumiger Sedimenttransporte in der Deut 
schen Bucht etabliert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Auswirkungen: 
• des Klimawandels, 
• auf emeuerbare Offshore-EnergieSysteme und ihre Festlandanbindung und 
• auf die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt. 
Dabei muss beachtet werden, dass morphodynamische Simulationsmodelle nach wie vor 
mit großen Unsicherheiten behaftet sind und sich sowohl die Modell- als auch die Na 
turmessverfahren in fortlaufender Entwicklung befinden. 
Im Rahmen der Anwendung deterministischer numerischer Modelle in AufMod wur 
de ein konsequenter Multi-Modell-Ansatz verfolgt, der eine umfassende Suite an numeri 
schen Werkzeugen bereitstellt (Tab. 3). Die Modelle wendeten unterschiedliche Pro 
zessauflösungen an, um die Streubreite der Ergebnisse abschätzen zu können. Alle Mo 
delle deckten die gesamte Nordsee ab, mit einem feiner werdenden Gitter in der Deut 
schen Bucht. Es wurde der von Tideströmungen, windgetriebenen Zirkulationen und 
Seegang verursachte Sedimenttransport berücksichtigt. 
Tabelle 3: In AufMod verwendete Modellsysteme. 
Klassifizierung 
Hydrodynamik 
Seegang 
Morphodynamik 
Short-term 
1 Tag — 12 Monate 
Medium-term 
1—10 Jahre 
MARINA 
UnTRIM 
DELFT3D-FLOW 
MARINA 
UnK 
SWAN 
MARINA 
SediMorph 
DELFT3D-MOR 
Medium-term 
1—10 Jahre 
Long-term 
10 — 100 Jahre 
TELEMAC 
TOMAWAC 
SISYPHE 
5.1 Modellgebiet (Gitter) 
Zur Suite der numerischen Modellsysteme gehörten die auf ein Modellgitter ausgerichte 
ten Hydrodynamik- und Sedimenttransportmodelle UnTRIM2007 (CASULLI und 
ZANOLLI 2002), TELEMAC (HERVOUET 2000) und MARINA (MlLBRADT, smile 
consult) (Abb. 12 links) sowie DELFT3D mit einem Konzept für zwei Modellgitter 
(LESSER et al. 2004; Abb. 12, rechts). Um eine Vergleichbarkeit der Modellergebnisse 
sicher zu stellen, wurden gleiche Randbedingungen für Wasserstand, Oberwasserzufluss 
und Wind zur Modellsteuerung gewählt.
	        
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