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Full text: Jahresbericht 1993

BLMP und MUDAB 
- Abstimmung von Untersuchungs- und Schiffs 
zeiten, 
- Einbeziehung der von Externen ermittelten 
Ergebnisse, 
- Absprache bei Langzeitmeßserien unter 
schiedlicher Institute. 
Mehrere der Aufgaben können aber erst im 
Zuge von Personaleinstellungen bearbeitet wer 
den. 
Im Dezember 1993 hat eine Arbeitsgruppe 
unter Leitung des BSH eine „Überwachungskon 
zeption für Nord- und Ostsee“ für das BLMP er 
arbeitet. Die Feinkonzeption für Nord- und Ost 
seeüberwachung wird nunmehr in den vor 
läufigen Arbeitsgruppen Nordsee und Ostsee 
erstellt. Bei der Entwicklung des nationalen 
Überwachungskonzepts für Nord- und Ostsee 
muß auch ein Abgleich mit internationalen Pro 
grammen vorgenommen werden. 
Nach der „Überwachungskonzeption“ be 
steht das neue BLMP aus Routineüberwachung, 
Sondermeßprogrammen und begleitender For 
schung. Das zukünftige BLMP muß flexibel sein, 
um zusätzliche Anforderungen, die sich aus 
neuen Erkenntnissen der Forschung ergeben, 
aufzunehmen. Forschungsaktivitäten müssen 
mit Instituten und Universitäten abgestimmt wer 
den. Die begleitende Forschung soll in erster Li 
nie prozeßorientiert sein und Fragen, die 
während des Routine-Monitorings auftreten, 
nachgehen. Die Routine-Überwachung kann 
nicht garantieren, daß alle bedeutenden Ereig 
nisse erfaßt werden. Im Falle besonderer Ereig 
nisse müssen Kapazitäten für zusätzliche Unter 
suchungen verfügbar gemacht werden. 
Das Überwachungsprogramm muß durch 
Modellsimulationen begleitet werden, die zur Un 
terstützung der Interpretation herangezogen 
werden. 
Bei der Überwachung wird zukünftig unter 
schieden in Trend-Monitoring an Dauermeßstel 
len mit häufiger Beprobung und flächendecken 
dem Monitoring, das im Abstand einiger Jahre 
durchgeführt wird. Diese Unterscheidung ist ein 
schneidend. 
Daten aus anderen Überwachungsaktivitä 
ten werden im BLMP berücksichtigt, so über 
- Einträge über Flüsse sowie aus der Über 
gangszone Land/Meer, 
- direkte Einleitungen kommunaler und industri 
eller Abwässer, 
- Einträge über die Atmosphäre, durch Schäffs- 
betrieb und über Plattformen. 
Die „Überwachungskonzeption“ nennt fol 
gende Zielsetzungen (Maximen): 
(1) Beschreibung und Bewertung des aktuellen 
Zustandes, 
(2) Beschreibung und Bewertung der zeitlichen 
Entwicklung des Zustandes, 
(3) Erkennung von Gefährdungen, 
(4) Darstellung der Frachten, die auf den ver 
schiedenen Transportwegen, einschließlich 
Luft, die Meere erreichen, 
(5) Beschreibung und Bewertung des Verbleibs 
der Schad- und Nährstoffe, 
(6) Beschreibung und Auswirkungen von 
Schad- und Nährstoffen auf Organismen, 
(7) Identifizierung und Quantifizierung von Ver 
besserungen der Umwelt durch ergriffene 
Maßnahmen, 
(8) Beschreibung und Bewertung von Verände 
rungen in Lebensgemeinschaften. 
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