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Full text: Jahresbericht 1993

Meereskunde 
nisheft wurden die im DOD eingegangenen 
Cruise Summary Reports genutzt, die dem BSH 
nach Beendigung einer Forschungs- oder Moni 
toringfahrt zuzusenden sind, um einen Überblick 
über durchgeführte deutsche Meßprogramme 
auf Forschungs- und Monitoringreisen zu erhal 
ten. 
Neben diesen Arbeiten wurden Datenanfra 
gen und Auskünfte erledigt. Dabei blieb deren 
Anzahl im Vergleich zum Vorjahr fast gleich. Da 
gegen erhöhte sich die Anzahl der Datenzu 
gänge und damit der Datenrecords, die in die 
MUDAB geladen wurden. Insgesamt verdoppelte 
sich 1993 die Anzahl der in die MUDAB gela 
denen Datenrecords auf über 800 000, die über 
150 verschiedenen Parametern zuzuordnen sind 
(s. Sonderbeitrag zum neuen Bund/Länder-Meß- 
programm/MUDAB). Aus der Menge der Neuzu 
gänge seien hier die Daten und Reiseinformatio 
nen der monatlichen Terminschnitte der 
Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) von 1962 
bis heute besonders erwähnt. Bei diesen Daten 
handelt es sich um Temperatur-, Salzgehalts 
und Nährstoffwerte. Die Zusammenarbeit mit 
dem Institut für Ostseeforschung Warnemünde 
(IOW) ist ebenfalls hervorzuheben. Dessen Da 
tenlieferungen umfaßten sowohl aktuelle Daten 
aus den Monitoringprogrammen des Jahres 
1993 als auch Daten aus vorhergehenden Jah 
ren. Historische Hydrographie- und Nährstoffda 
ten der Jahre 1979-1986 wurden aufbereitet und 
dem DOD übersandt. Ebenso liegen nun biologi 
sche Daten zu Primärproduktion und Chlorophyll 
in der Ostsee für die Jahre 1980-1991 in der 
MUDAB vor. 
Historische ozeanographische Daten ge 
winnen immer mehr an Bedeutung. So wurden 
auch im DOD im Rahmen des lOC-Projektes 
GODAR (Global Oceanographic Data Archae- 
logy and Rescue) alte Datensatzfragmente er 
gänzt (z. B. „Meteor 1937/38“) oder Datennach 
lässe in Form von handgeschriebenen 
Protokollen, Karteikarten oder Analogaufzeich 
nungen endlich DV-gerecht erfaßt. Die meisten 
dieser Daten stammen von fischereihydrographi 
schen Reisen der 70er Jahre aus den Gebieten 
Nordsee, Ostsee, Nordatlantik und Südatlantik. 
Einer der ältesten Datensätze entstammt den 
physikalisch-chemischen Untersuchungen (Tem 
peratur, Salzgehalt, Sauerstoff und Stickstoff, so 
wie Kohlensäure) in der Nordsee, die 1882-1884 
vom Kanonenboot DRACHE im Auftrag des Hy 
drographischen Amtes der Admiralität durchge 
führt wurden. 
Der im Rahmen des gemeinsamen Meßpro 
grammes des Bundes und der Länder (BLMP) 
über zwölf Jahre (1980-1992) gewonnene Daten 
satz wurde in die Datenbank geladen. Dazu wur 
den zusätzlich begleitende Methodeninformatio 
nen zu den Meßwerten für diesen Zeitraum im 
DOD zusammengestellt, datenbankgerecht auf 
bereitet und zu den Daten geladen. 
Die BLMP-Daten wurden für den 12-Jahres- 
berichtsband dieser Arbeitsgruppe aufbereitet 
und graphisch dargestellt und für eine Neuformu 
lierung des BLMP graphisch aufbereitet. Dazu 
wurden bisher 70 Abbildungen zur Darstellung 
der Schwermetall-Konzentrationen im Wasser 
der Nordsee erstellt. 
Die Arbeiten zu dem internationalen Projekt 
„Second Baltic Sea Pollution Load Compilation-
	        
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