national grundlegend überarbeitet werden müs
sen; in Deutschland geschieht das durch die Er
arbeitung eines neuen BLMP.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Tanker
unglücke bestand Einigkeit darüber, daß die
Meere, insbesondere die ökologisch sehr sensi
ble Nord- und Ostsee, wirksamer gegen Schiffs
katastrophen geschützt werden müssen.
Die Beiträge des Symposiums werden in
einem Supplement der Deutschen Hydrographi
schen Zeitschrift veröffentlicht.
Koordination des biologischen Monitoring
Das BSH hat auch 1993 die Durchführung
des biologischen Monitorings in Nord- und Ost
see zur Einhaltung der Verpflichtungen aus den
internationalen Meeresumweltschutz-Überein
kommen sichergestellt.
Das Institut für Meereskunde an der Univer
sität Kiel und das Institut für Ostseeforschung
Warnemünde (IOW) führten weiterhin die biologi
sche Überwachung der Ostsee gemäß der zwei
ten Stufe des Baltic Monitoring Programme aus
und übergaben dem BSH die gewonnenen Da
ten,
Für seine Koordinierungsaufgaben zum
biologischen Monitoring nahm das BSH an Ar
beitsgruppensitzungen zu dem vom UBA geför
derten F+E-Vorhaben „Fischkrankheiten in der
Nordsee“ teil und hielt Kontakt zu den Watten
meerforschungsprogrammen der Nationalpark
verwaltungen Niedersachsens und Schleswig-
Holsteins.
Querschnittsaufgaben
Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum
(DOP) und Meeresumwelt-Datenbank
1993 stand für das DOD ganz im Zeichen
der Modernisierungen des BSH im IT-Bereich.
Die Umstellung des Großrechnerbetriebs
systems von NOS/VE auf UNIX zum Jahr 1994
und der damit verbundene Wechsel des bis
her genutzten Datenbanksystems BASIS+ auf
INGRES zogen Umorganisationen der Arbeiten
im DOD nach sich. So mußte der Schwerpunkt
der Aktivitäten statt auf das weitere Laden von
Daten auf eine erneute Definition der Datenbank
gelegt werden, um einen vollständigen Transfer
der Daten zu gewährleisten. Dabei fand gleich
zeitig eine Fortentwicklung statt, indem neue Re
lationen beschrieben wurden, so daß nun Daten
der Kompartimente Wasser, Sedimente und
Biota geladen und in der Datenbank zusammen
geführt werden können. Die Datenbank des
DOD ist die vom BSH und dem Umweltbundes
amt (UBA) gemeinsam im BSH betriebene Mee
resumwelt-Datenbank (MUDAB).
Die zum Datenmanagement gehörende
Datenerfassung wurde ebenfalls weiterent
wickelt. Zur Erfassung von Schadstoffwerten in
Organismen wurde das Eingabesystem Bio4.0
anwenderorientiert fortentwickelt und den Origi-
natoren für die Dateneingabe der Daten aus dem
BLMP und dem Joint Monitoring Programme
(JMP) zur Verfügung gestellt.
Wie in jedem Jahr wurden auch im Jahre
1993 das Ergebnisheft der Fahrten deutscher
Forschungsschiffe des vorangegangenen Jahres
und das Fahrtplanungsheft für das kommende
Jahr (1994) herausgegeben. Für das Fahrtergeb-