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Full text: Jahresbericht 1993

Querschnittsaufgaben 
gung des neuen internationalen Zustandsbe 
richts für die Nordsee (Quality Status Report, 
QSR 93). Deutschland erstellte den Bericht für 
die Region 7a in der zentralen Nordsee und war 
kooperierendes Land beim Report für die Region 
5 (u.a. Deutsche Bucht); das BSH hat diese Auf 
gaben federführend betreut. Der QSR für Region 
7a mit einer umfassenden Darstellung der hydro 
graphischen und ökologischen Verhältnisse 
wurde im Dezember fertiggestellt und im BSH 
gedruckt. 
Beim Intermediate Ministerial Meeting 
(IMM) der Umwelt- und Landwirtschaftsminister 
im Dezember in Kopenhagen nahm das BSH als 
Berater teil. Das Treffen in der Mitte zwischen 
der dritten und vierten Internationalen Nordsee 
schutzkonferenz (INK) diente der Entgegen 
nahme des Qualitätszustandsberichtes 1993, 
der Beendigung des Mandats der North Sea 
Task Force (deren Arbeit wird im wesentlichen 
vom neuen ASMO-Komitee fortgeführt) sowie 
der Erörterung der Umsetzung früherer Be 
schlüsse. 
Den Ministern wurde berichtet, daß - 
während der Qualitätszustandsbericht 1987 eine 
Zusammenfassung von nationalen Informatio 
nen unterschiedlicher Qualität war - der Qua 
litätszustandbericht 1993 (QSR 93) auf zehn re 
gionalen Zustandsberichten fußte, die nach 
einem international einheitlichen Verfahren er 
stellt wurden. Auch lag dem QSR 93 ein eigener 
Überwachungsplan (Monitoring Master Plan) zu 
grunde, an den sich alle beteiligten Staaten zu 
halten hatten. 
Für das 19. Treffen der Joint Monitoring 
Group (JMG) der Kommissionen von Oslo und 
Paris stellte das BSH den sogenannten Nationa 
len Kommentar zusammen. In diesem Bericht 
wurden die verwendeten Methoden der 11 am 
BLMP teilnehmenden Analyse-Labore vom BSH 
zusammengestellt. 
Das BSH beteiligte sich 1993 an vorberei 
tenden Sitzungen für Tagungen des Marine Envi 
ronmental Protection Committee (MEPC) der In 
ternationalen Seeschiffahrtsorganisation (IMO). 
Für die Korrespondenzgruppe des MEPC unter 
australischer Leitung zum Thema "Einschlep 
pung fremder Organismen durch Ballastwasser" 
stellte das BSH den nationalen Beitrag für die in 
ternationale Umfrage zur Umsetzbarkeit, zu er 
sten Erfahrungen und zur Akzeptanz mit den 
freiwilligen Guidelines zur Vermeidung von Ein 
schleppungen fremder Organismen durch Bal 
lastwasser zusammen. 
Das BSH war intensiv beteiligt an der Revi 
sion des Übereinkommens zur Verhütung der 
Meeresverschmutzung durch das Einbringen 
von Abfällen und anderen Stoffen (London-Über 
einkommen). Wichtige Zwischenergebnisse der 
noch andauernden Überarbeitung wurden auf 
der Konsultationssitzung der Vertragsstaaten er 
zielt, an der das BSH beratend für das Bundes 
umweltministerium tätig war. Grundlage waren 
u.a. Vorschläge der „Wissenschaftlichen Arbeits 
gruppe“ (Scientific Group, SG) des London- 
Ubereinkommens. An der Jahressitzung der SG 
hat der Vertreter des BSH als Leiter der deut 
schen Delegation teilgenommen. Auf der Kon 
sultationssitzung wurden folgende wichtige Be 
schlüsse gefaßt: 
- Verbot der Verbrennung von Industrieabfällen 
und von Klärschlämmen, 
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