Dienste
Diese Leitung dient außerdem dazu, Bulletins in
das GTS einzugeben und damit weltweit verfüg
bar zu machen.
In seinem „Ship of opportunity“-Programm
hatte das BSH mehrere Schiffe mit sog. Kontakt
thermometern (Temperaturfühler an der Innen
seite der Schiffsaußenhaut, die zum Lade
raum/Maschinenraum hin gut isoliert waren)
ausgerüstet, die überwiegend in Nord- und Ost
see die oberflächennahe Temperatur maßen und
an das BSH meldeten.
Zwei Schiffe waren für die Messung der
Temperaturverhältnisse in den oberen 800 m
des Atlantischen Ozeans mit XBT-Geräten und
Satellitensendern ausgerüstet. Die KÖLN
EXPRESS der Reederei Hapag-Lloyd machte
XBT-Messungen zwischen dem Westausgang
des Kanals und Neufundland und die MONTE
ROSA der Reederei Hamburg-Süd auf ihrer
Route zwischen Portugal und Rio de Janeiro.
Die internationale Zusammenarbeit der
„Ship of opportunity“-Manager war sehr eng.
Schiffe, die mit technischen Problemen an den
XBT-Anlagen fremde Häfen anliefen, wurden von
dem dortigen „Ship of opportunity“-Manager un
terstützt und notfalls auch mit neuen XBT-Son-
den versorgt.
Insgesamt 26 Schiffe (einschließlich der
Großtonne FEHMARNBELT) meldeten:
TRACKOB BATHY TESAC
1394 4671 167
(Änderung gegen
über Vorjahr: -18% +105% -24%)
TRACKOB: stündliche Unterwegsmessungen
an der Meeresoberfläche; die
Gesamtheit der Messungen eines
Tages - also maximal vierundzwan
zig - zählen vereinbarungsgemäß
als eine Beobachtung.
BATHY: vertikale Temperaturprofilierung mit
Einweg-Bathythermographen (XBT)
TESAC: Anzahl der vertikalen Profile von
Temperatur, Salzgehalt und Strö
mung.
Reine Oberflächenmessungen (im
TRACKOB-Code) werden bislang nur von
Deutschland und Japan über das GTS ausge
tauscht. Insgesamt standen 1993 weltweit 2 031
Meldungen zur Verfügung. Das BSH macht seine
TRACKOB-Messungen mit deutschen Schiffen
fast ausschließlich in Nord- und Ostsee.
Die 226. Reise des FS GAUSS von Ham
burg nach Halifax und zurück (12.6. bis 31. 7.)
wurde genutzt, um einen für den Einsatz auf
Frachtschiffen in der Entwicklung befindlichen
Thermosalinographen zur quasi-kontinuierlichen
Oberflächenmessung von Temperatur (SST) und
Salzgehalt (SSS) erstmals im praktischen Ein
satz zu testen. Trotz des dringenden Bedarfs an
routinemäßigen SSS-Messungen von Ships-of-
Opportunity (vgl. Sonderbeitrag WOCE) stößt
die Realisierung ozeanüberdeckender Pro
gramme auf Schwierigkeiten, da geeignete wis
senschaftliche Meßgeräte, die den speziellen
Bedingungen von Frachtschiffen genügen, nicht
verfügbar sind. Gemäß den BSH-Vorgaben
wurde deshalb von der Firma Ocean Sensors,
USA, ein entsprechender Prototyp (OS200 TSG)
entwickelt. Das Gerät, gekoppelt mit einem
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