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Full text: Jahresbericht 1993

eereskunde 
und sind nur in besonders kritischen Gebieten 
über relativ kurze Abschnitte eingegraben. Die 
Betreiber führen regelmäßige Überwachungen 
aus, die eingereichten Überwachungeberichte 
werden beim BSH ausgewertet. 
Die jährlichen Untersuchungsberichte des 
Betreibers der Gasrohrleitung Ekofisk-Emden 
wurden ausgewertet und mit den Ergebnissen 
früherer Überwachungen verglichen. Offene 
Fragen wurden in einem „Technical Meeting“ von 
den Aufsichtsbehörden mit dem Betreiber disku 
tiert. 
Die durch Materialumlagerungen am Mee 
resboden verursachten Schwankungen der 
Überdeckungshöhen der weitgehend eingegra 
benen Leitung haben an einigen Stellen zu 
Freispülungen geführt. Zur Zeit sind aber keine 
Hinweise auf Gefahren für Seeschiffahrt und 
Fischerei erkennbar. 
Es fällt auf, daß im Vergleich zu den Vorjah 
ren deutlich weniger Gegenstände und Abfall in 
der Nähe der Leitung liegen. 
Im Sommer 1992 war im nordwestlichen 
Teil des deutschen Festlandsockels die Erdgas 
rohrleitung ZEEPIPE verlegt worden, die im 
Unterschied zur Ekofisk-Emden-Gasrohrieitung 
aber nicht eingegraben wurde. 1993 hat der 
Betreiber eine sehr genaue Untersuchung unter 
besonderer Beachtung nicht voll auf dem Mee 
resboden aufliegender Abschnitte vorgenom 
men, die bei den künftigen Vergleichsmessungen 
als Nullaufnahme herangezogen werden soll. 
Erwartungsgemäß sind die natürlichen Un 
ebenheiten des Meeresbodens unter der Leitung 
noch nicht zugesandet. Wiederholungsvermes 
sungen in den nächsten Jahren werden Rück 
schlüsse auf den bodennahen Materialtransport 
in diesem küstenfernen Bereich ermöglichen. 
Im Nordteil des deutschen Festlandsockels 
wurde mit der Verlegung einer dritten Gasrohrlei 
tung begonnen. 
Als ein zentrales Thema wurde die Frage 
der Verlegetiefe im Vorfeld vor der ostfriesischen 
Küste behandelt. Starke Sandbewegungen ver 
ursachen dort erhebliche morphologische Ände 
rungen, die Auswirkungen auf Lagestabilität der 
Leitung und auf die Sicherstellung der für einige 
Abschnitte geforderten Überdeckungshöhe ha 
ben können. Ferner war die Frage der natürli 
chen Wiederverfüllung eines Verlegegrabens zu 
prüfen. 
Die im Zusammenhang mit der wirtschaftli 
chen Nutzung der deutschen Festlandsockel - 
Rohrleitungen, Verlegung von Kabeln, Rohstoff 
gewinnung - erarbeiteten Stellungnahmen wur 
den sowohl innerhalb des BSH als auch an an 
dere Behörden weitergegeben. 
Auf der Basis des im BSH vorliegenden Da 
tenmaterials wurden zahlreiche Auskünfte und 
Informationen zu den Bodenverhältnissen in 
Nord- und Ostsee an Behörden, Firmen und 
Privatpersonen gegeben. 
Eintragungen und Beschreibungen über 
Bodenverhältnisse in Seekarten und Seehand 
büchern wurden überprüft und ergänzt. 
Satelliten-Fernerkundung 
Satellitendaten liefern flächendeckende In 
formationen der Meeresoberfläche, die mit den 
herkömmlichen Methoden der Schiffs- und Stati
	        
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