Meereskunde
düngen. Die Beratung deutscher Forschungs
schiffe in arktischen Gewässern wurde entspre
chend dem Bedarf durch die Ausstrahlung von
überarbeiteten ausländischen Eiskarten fortge
setzt. Dafür wurde in Zusammenarbeit mit dem
Seewetteramt in den Monaten März bis Septem
ber ein gesondertes Sendeprogramm für Bild
funkkarten durchgeführt. Das Projekt wurde
durch BMFT/ESA-Mittel gefördert.
1993 wurden vom Eisdienst folgende Pro
dukte herausgegeben:
gedruckte Eisberichte 128
gedruckte Eiskarten 50
Bildfunksendungen von Eiskarten
Neufundlandbank-Region 52
arktische Gewässer 107
Eisberichte für Radio Mecklenburg-
Vorpommern ..... 5
Eisberichte an Revierzentralen und
andere 12
Eisgutachten 6
Eisauskünfte (Telefon, Telefax) 135
Für Forschungsarbeiten der POLARSTERN
in der Grönlandsee wurden einzelne Szenen ne
ben den o.g. Bildfunkprodukten per Telefax via
INMARSAT an Bord übertragen.
Quasisynoptische Karte
der Oberflächentemperaturen der Nordsee
Mit Unterstützung durch die Deutsche Wis
senschaftliche Kommission für Meeresforschung
wurde wöchentlich eine Karte der aktuellen
Nordseeoberflächentemperatur veröffentlicht.
Ergänzend wurde jeweils zur Monatsmitte eine
Karte mit den Abweichungen von den langjähri
gen Mitteln (1905-1954) erstellt. Eine Betrach
tung des ganzen Jahres 1993 zeigt ein „nor
males“ hydrographisches Jahr ohne langandau
ernde Temperaturanomalien.
Die Oberflächentemperaturkarten der letz
ten 25 Jahre (seit 1968) wurden auf einem Git
ternetz mit einem Gitterpunktabstand von 20
Seemeilen digitalisiert und zur weiteren Bearbei
tung auf einem Rechner abgespeichert. Die sta
tistische Analyse dieser Daten für das Jahrzehnt
1981-1990 ergab nur geringe, nicht signifikante
Abweichungen von den Mittelwerten des Zeit
raumes 1971-1980.
Die Karte der Wasseroberflächentempera
tur der Nordsee einschließlich der Ergänzungs
karten wurden in jeder Woche routinemäßig an
Nutzer im In- und Ausland versandt. Zu den
Empfängern gehörten u.a. Bundes- und Landes
behörden, Forschungsinstitute, kommerzielle
Fischerei und Naturschutzorganisationen.
Gezeiten
Die ausführlichen Vorausberechnungen für
die ausländischen Bezugsorte erhielt das BSH -
gemäß internationalen Vereinbarungen - von
den jeweiligen ausländischen hydrographischen
Diensten. Als Gegenleistung wurden diesen die
Vorausberechnungen für die deutschen Orte und
die russische Station Ekaterininskaja übermit
telt.