Überwachung
mit zusätzlichen Beiträgen des Seewetteramtes
zum Wetter und des BSH zu Strömungen, Wassertemperatur,
Salzgehalt und Sauerstoffkonzentration
in einem Bericht zusammengefaßt.
Diesen Bericht (Meeres-Umwelt-Report-System
„MURSYS“) erhielten für die Meeresumwelt zuständige
Ministerien, Behörden und Institute.
Das BSH ist Kontaktstelle des Ajgenfrühwarnsystems
ALPOLREP des Paris-Übereinkommens.
Beobachtungen von auffälligen
Ereignissen wurden dem BMU sofort übermittelt.
Meßnetz
Nach Behebung der Schäden, die der Meßmast
auf der Position DARSSER SCHWELLE
nach der Erstausbringung als Meßnetzgeräteträger
in den schweren Winterstürmen im Januar
1993 davongetragen hatte und nach Umkonstruktion
und Verstärkung einiger Mastsegmente
konnte der Mast im November 1993 in einer Aktion
des FS GAUSS erneut ausgebracht, danach
ausgerüstet und in den Operationellen Teilbetrieb
übergeführt werden. Die Komplettierung der
Sensorausrüstung wurde in Angriff genommen,
so daß davon ausgegangen werden kann, daß
Anfang 1994 von der ersten Station der insgesamt
vier geplanten automatischen Meßstationen
vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns
ein vollständiger Datensatz routinemäßig verfügbar
ist. Aufbau und Betrieb des Meßnetzes in der
genannten Region werden gemäß einer Verwaltungsvereinbarung
vom Institut für Ostseeforschung
Warnemünde (IOW) im Auftrag des BSH
durchgeführt. Für die nächste Station auf der Position
ODER BANK wurden die Meß- und Datenübertragungseinrichtungen
beschafft. 1994
muß der zugehörige Geräteträger, in diesem Fall
eine Diskusboje, angefertigt und ausgerüstet
werden. Die restlichen zwei geplanten Stationen
sind für die Positionen ARKONA BECKEN und
MECKLENBURGER BUCHT vorgesehen.
Die automatischen Stationen des BSH-Meßnetzes
in der Nordsee (ELBE, DEUTSCHE
BUCHT, TW EMS, NSB II) und in der westlichen
Ostsee (LT KIEL, GROSSTONNE FEHMARNBELT)
wurden operationeil weiterbetrieben
(Beispiele in Abb. 10,11,12). Dabei hat die neue
Methode der Ausbringung durch den Zentralschacht
der unbemannten Feuerschiffe (UFS)
eine deutliche Verlängerung der Lebensdauer
der Meßketten erbracht. Erfreulicherweise war
im letzten Quartal 1993 eine erhebliche Verbesserung
der Langzeitkonstanz und Kalibriergenauigkeit
der im Meßnetz verwendeten Sauerstoffsensoren
zu verzeichnen. Dieses Ergebnis
läßt sich zurückführen auf Veränderungen der
Membranen der Clark-Zellen sowie Optimierung
der Einsatzmodalitäten (z. B. Membran- und
Elektrolytwechsel, Art der Lagerung, Plausibilitäts-Check
unmittelbar vor dem Einsatz). Veränderungen
an der Membran zur weiteren Verbesserung
der Lebensdauer wurden beim
Hersteller angeregt.
Die anstehende Erprobung der schon entwickelten
Komponenten im Projekt MERMAID II
wurde durch das BSH technisch unterstützt. So
wirkten Mitarbeiter der Meßnetz-Gruppe mit bei
der Planung und Erstellung von Konstruktions-