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Full text: Jahresbericht 1993

Überwachung 
Sturmwetterlagen erlaubten im Januar nur an 7 
Stationen erfolgreich zu arbeiten. Infolge des 
Eindringens zentralen Nordseewassers in die 
Deutsche Bucht erniedrigte sich die Konzentra 
tion organischer Schadstoffe vor der nordfriesi 
schen Küste deutlich. Auf den anderen Reisen 
traten wetterbedingte Störungen nicht auf. Der 
Vergleich von Daten aus der gleichen Jahreszeit 
mit solchen aus vergangenen Jahren belegt die 
hohe natürliche Variabilität von Schadstoffkon 
zentrationen im Meeresbereich. In der Deut 
schen Bucht mit der Elbe als dominierender Ein 
tragsquelle hat die Variabilität der Emissionen 
erheblich zugenommen, seit der Prozeß der wirt 
schaftlichen Umgestaltung in den neuen Bun 
desländern begonnen hat. Trendschlüsse aus 
den derzeitigen Daten sind daher gegenwärtig 
nicht möglich. 
Im Mai wurde die gesamte Nordsee auf ei 
nem äquidistanten Netz mit 55 Stationen quasi 
synoptisch für Wasser beprobt. An 19 Positionen 
mit vorwiegend feinkörniger Bodenbeschaffen 
heit wurden Proben des Oberflächensediments 
mit einem Kastengreifer gezogen. Auf 16 Fahrt 
strecken zwischen den Stationen wurde ein Neu- 
stonschlitten eingesetzt, um die Verteilung und 
Zusammensetzung von treibenden Teerballen zu 
ermitteln. Auf allen Stationen wurden hydrogra 
phische Daten mit einer CTD-Sonde bestimmt. 
Die Teilnahme an der Interkalibrations 
runde von organischen Schadstoffen im Sedi 
ment - durchgeführt in dem von der EU finan 
zierten Projekt QUASIMEME - wurde fortgeführt. 
In diesem Projekt werden EU-Länder und Län 
der, die Zugang zum EU-Meer haben (EFTA-Län- 
der) beteiligt. 
Durch Bemühungen aus Deutschland ge 
lang es, diejenigen Ostseeanlieger, die weder EU 
noch EFTA-Ländersind, zusätzlich als informelle 
Teilnehmer in das QUASIMEME-Projekt einzu 
beziehen. 
Überwachung auf Erdöl-Kohlenwasserstoffe 
Als Routineüberwachung wurden im Ja 
nuar, April und September jeweils einwöchige 
Fahrten in die Deutsche Bucht durchgeführt, wo 
bei das im TUVAS/OPTINOM-Programm be 
nutzte Stationsnetz beprobt wurde. Auf diese 
Weise wurde die dort begonnene Zeitreihe fort 
geführt. 
Im Juni/Juli erfolgte eine Gesamtaufnahme 
der Nordsee. Besondere Aufmerksamkeit wurde 
auf dieser Fahrt auf das Gebiet um die Shetland- 
Inseln gelegt, wo im Januar 1993 der Tanker 
BRAER strandete und 85 000 t Rohöl ins Meer 
gelangten. Es war auch in unmittelbarer Nähe 
des Unfallortes kein signifikant erhöhter Kohlen 
wasserstoffgehalt in der Wassersäule feststell 
bar. 
Im August/September wurde eine drei 
wöchige Gesamtaufnahme der Ostsee durchge 
führt. Hierbei wurden auch die Routinestationen 
in der westlichen Ostsee beprobt, die im Rah 
men des Baltic Monitoring Programme seit 1983 
untersucht werden. 
Zur Untersuchung der chronischen Bela 
stung des Meerwassers durch gelöste, disper 
gierte und an Schwebstoffen adsorbierte Kohlen 
wasserstoffe wurden die folgenden Methoden 
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