boratorien und an den Analysengeräten in dem
Workshop mit.
Überwachung auf Schwermetalle:
Oberflächensedimente und Schwebstoffe
Ziel der Überwachung der Sedimente der
Deutschen Bucht und der westlichen Ostsee auf
ihren Gehalt an Schwermetallen ist festzustelien,
wie stark sie mit welchen Schwermetallen konta
miniert sind, wie sich die Kontamination regional
unterscheidet und wie sie sich im Laufe der Zeit
ändert. Das Programm deckt gleichzeitig die Ver
pflichtungen für das Joint Monitoring Programme
(JMP) der Übereinkommen von Oslo und Paris
und für das Bund/Länder-Meßprogramm für die
Küstengewässer der Nordsee ab. Die Sedimente
werden regelmäßig auf ihren Gehalt an Quecksil
ber, Cadmium, Blei, Kupfer, Zink, Chrom, Nickel,
Vanadium und Arsen untersucht. Die Bestim
mung des Silbergehalts wurde in das Untersu
chungsprogramm aufgenommen. Zu Vergleichs
zwecken und zur Beurteilung der gewonnenen
Daten wird der Gehalt von Eisen, Mangan, Al
uminium, Lithium, Titan, organischer Kohlen
stoff, Stickstoff, Phosphor und Karbonaten be
stimmt.
1993 wurden, über das normale Überwa
chungsprogramm hinausgehend, auch Sedi
mentproben aus den Gewässern um Island ge
zogen. Die Bearbeitung dieser Proben ist noch
nicht abgeschlossen. Die Arbeiten auf dem deut
schen Festlandsockel der Nordsee lieferten das
gewohnte Bild hoher Quecksilber-, Cadmium-
und Zinkgehalte im östlichen Teil der Deutschen
Bucht, der von Elbe und Weser beeinflußt ist. In
der südlichen Lübecker Bucht wurden wie be
reits in früheren Jahren auffallend hohe Gehalte
an Blei, Cadmium und Kupfer gefunden.
Die Schwermetallgehalte der Sedimente an
den einzelnen Stationen der Deutschen Bucht
variieren erheblich - sie fluktuieren. Diese Fluk
tuationen können nicht auf Fluktuationen der
Einträge zurückgeführt werden. Sie sind eher
durch Sedimentumlagerungen bestimmt. Un
geachtet der Fluktuationen deuten sich zeitliche
Trends an. So scheint z. B. Quecksilber in den
Sedimenten der Deutschen Bucht generell ab
zunehmen. In dem ehemaligen Einbringungs
gebiet für Klärschlamm in der Deutschen Bucht
(bis 1980), gehen die Messungen bis auf 1975
zurück. Für dieses Gebiet wurde der rückläufige
Trend des Quecksilbergehaltes der Oberflächen
sedimente bestätigt. Der Rückgang des Queck
silbers in den Sedimenten findet seine Entspre
chung in einem Rückgang des Quecksilbers in
den Schwebstoffen desselben Gebietes. Auch
für Zink und Kupfer in den Sedimenten ist nun
ein Rückgang erkennbar. Im ehemaligen Einbrin
gungsgebiet für Dünnsäure zeichnet sich nun
ebenfalls ein Rückgang des Quecksilbers und
des Kupfers ab.
Überwachung auf Halogenkohlenwasserstoffe
1993 konzentrierten sich diese Überwa
chungstätigkeiten auf die Nordsee.
Das OPTINOM/TUVAS-Stationsnetz wurde
in den Monaten Januar, April, Mai und
August/September beprobt. Anhaltende NW-