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Full text: Jahresbericht 1993

Überwachung 
MEERESKUNDE 
Der Schwerpunkt der meereskundiichen 
Arbeiten lag in der Wahrnehmung der gesetz 
lich vorgeschriebenen meereskundiichen Dien 
ste und in der Überwachung von Schadstoffen in 
Nord- und Ostsee. Die im Rahmen von Untersu 
chungen zur Verbesserung der Überwachung 
(OPTINOM, TUVAS) gewonnenen umfangrei 
chen Datensätze werden derzeit weiter wissen 
schaftlich ausgewertet. Erste Ergebnisse sind in 
die Grundkonzepte zur Neustrukturierung der 
von den deutschen Institutionen durchgeführten 
Überwachung in der Nord- und Ostsee eingeflos 
sen. Das BSH betreut auf der fachlichen Ebene 
federführend die Erarbeitung des neuen Bund/ 
Länder-Meßprogramms, in dem zukünftig die 
Meßprogramme des Bundes und der Länder 
zusammengeführt werden sollen. 
Als Folge der Klimakonferenz in Rio de 
Janeiro hat sich das BSH an Untersuchungen im 
Rahmen des deutschen Klimaforschungspro 
gramms beteiligt. Ihm wurde die Funktion des 
deutschen Sekretariats für das in Planung be 
findliche globale Ozean-Beobachtungssystem 
(GOOS - Global Ocean Observing System) 
übertragen, dessen Aufgabe es ist, den deut 
schen Beitrag zu GOOS zu koordinieren und die 
Zusammenarbeit mit internationalen Gremien 
und Programmen zu entwickeln. 
Die Übertragung der meereskundiichen Ar 
beiten im Seegebiet vor Mecklenburg-Vorpom 
mern an das Institut für Ostseeforschung War 
nemünde (IOW) wurde durch eine neue 
Verwaltungsvereinbarung längerfristig geregelt. 
Überwachung des Meeres 
Die derzeitige Belastungssituation in Teilbe 
reichen der Nord- und Ostsee zeigt deutlich, daß 
die bisherigen Maßnahmen noch nicht in allen 
Bereichen zu erkennbaren Verbesserungen 
geführt haben. Um sicherzustellen, daß den 
Entscheidungsträgern die wissenschaftlichen 
Grundlagen für die richtigen und wirksamen 
Maßnahmen zum Schutz der Nord- und Ostsee 
geliefert werden, sind umfangreiche Über 
wachungsarbeiten notwendig. Diese Untersu 
chungen stellen einen wesentlichen Bestandteil 
der Arbeiten des BSH dar. Sie sind eingebettet in 
nationale und internationale Förschungs- und 
Überwachungsprogramme und ergeben sich aus 
dem Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf 
dem Gebiet der Seeschiffahrt. Danach ist das 
BSH verpflichtet, das Meerwasser auf der Hohen 
See auf Radioaktiviät und sonstige schädliche 
Beimengungen zu überwachen. Nach dem 
Strahienschutzvorsorgegesetz hat es in Nord- 
und Ostsee (einschließlich der Küstengewässer) 
die Radioaktivität von Meerwasser, Schwebstof 
fen und Sediment zu untersuchen. Zur Erledi 
gung der vielfältigen Überwachungsaufgaben 
arbeitet das BSH sehr eng mit den Umwelt 
behörden des Bundes und der Länder sowie den 
Meeresforschungsinstituten an den Universitä 
ten zusammen. So führt z. B. das Institut für Ost 
seeforschung Warnemünde für das BSH einen 
bedeutenden Teil der Überwachungsarbeiten in 
der Ostsee durch. In den Küstengewässern und 
Ästuarien wird die Überwachung mit den Küsten 
ländern gemeinsam im Bund/Länder-Meßpro- 
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