Informations- und Kommunikationstechnik
Die Auslastung des Produktionsrechners
wird anhand der beiden folgenden Graphiken
deutlich. Abb. 41 zeigt den Verlauf der CPU-Aus-
lastung (100 % = 2 CPUs). Hier ist deutlich zu
sehen, daß die durchschnittliche Auslastung
über 80 % liegt und Lastspitzen häufig das Maxi
mum erreichten. Auffällig ist der wöchentliche
Abfall der Auslastung an jedem Samstag auf um
die 40 %. Dies geht auch aus der Abb. 42
hervor, die den Wochenausschnitt Freitag, den
6. 8., bis Dienstag, den 11.8., darstellt.
Samstags standen zwar tagsüber vermehrt
aktive Auftragsklassen (Batch) für die Benutzer
zur Verfügung, wurden jedoch nicht so genutzt,
daß die Maschine die übliche Auslastung er
reichte. Sonntags ist dann eine erhöhte aktive
Auftragsbearbeitung zu verzeichnen, da die Be
nutzer zu Dienstbeginn möglichst aktuelle Ergeb
nisse vorliegen haben wollten. Aus Abbildung 3
ist des weiteren ein seit Jahren beobachteter
behördentypischer Lastverlauf im Tagesbetrieb
zu erkennen. Nach stetigem Anstieg der interak
tiven Aufträge bis gegen 09.30/10.00 Uhr wird
eine vormittägliche Lastspitze mit Maximalwer
ten gegen 11.00 Uhr erreicht. Ein zweites Maxi
mum tritt gegen 14.00 Uhr auf.
Entwicklungs- und Ausfallsystem Cyber 930-31
Das Entwicklungs- und Ausfallsystem dient
u. a. zur Vorbereitung von Betriebssystem-Auf-
datierung und -Fehlersuche für das Produktions
system, als Ausfallsystem für IT-Anwendungen
der zeitkritischen Routinedienste bei Wartung
des Produktionsrechners und zur Abwicklung
„sensibler“ IT-Verfahren, die aus Datenschutz
gründen von der wissenschaftlichen IT getrennt
bleiben sollen. Gleichzeitig werden hier sämtli
che Systemauswertungen und Protokolldateien
geführt und bearbeitet.
Auf dem Entwicklungs- und Ausfallsystem
wurden für die ca. 70 Kennungen im Dienstebe
reich 3,5 GByte Plattenplatz reserviert, die eben
falls im Durchschnitt mit ca. 80 % belegt sind.
Die durchschnittliche Verfügbarkeit lag bei 96 %.
Auch hier waren, bedingt durch das Provisorium,
Stillstände aufgetreten. Die Anlage wurde auch
als „Lastauffangsystem“ verwendet.
Planungsarbeiten
Die hohe Auslastung der IT-Anlagen führte
zu einer fortdauernden Mängelbewirtschaftung.
Aus diesem Pianungszwang heraus wurde ein
Konzept für eine künftige Architektur des zentra
len IT-Systems des BSH entwickelt.
Um den Anforderungen aus Normen, den
IT-Verfahren, deren Weiterentwicklung und den
IT-Vorhaben gerecht zu werden, sind verschie
dene Rechner, Peripherie und Endgeräte unter
schiedlicher Leistungsklassen und Zweckbe
stimmung erforderlich.
Dazu müssen mehrere Hard- und Soft
warewelten so kombiniert werden, daß ein
Leistungsoptimum des Gesamtsystems unter
Berücksichtigung des organisatorischen Umfel
des resultiert. Dies bedingt
- Herstellerunabhängigkeit,
- Standardisierte Schnittstellen bei Hard- und
Software,
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