Schnittstellen
stellen bezeichnet. Es werden Importschnittstellen
für alle von außen benötigten und Exportschnittstellen
für alle nach außen abzugebenden
Informationen, sowie Systemschnittstellen für
den internen Informationsaustausch zwischen
Teilkomponenten eines Systems beschrieben,
realisiert als Software-Softwareschnittsteilen,
Hardware-Softwareschnittstelien, Hardware-Hardwareschnittstellen.
Die Prüfbehörde, die nicht speziell mit der
Qualitätsprüfung der Systemsoftware beauftragt
ist, erlangt In der Regel keine Kenntnis über interne
Software- und Hardwarestrukturen. Details
dieses internen Konzeptes werden als Firmen-Know-How
reklamiert. Nähere Betrachtungen zu
den Software-Softwareschnittstellen und den
Hardware-Softwareschnittstellen müssen aiso
unterbleiben.
Hardware-Hardwareschnittstellen verbinden
selbständig arbeitende externe Funktionseinheiten
mit dem System. Es können hierüber
aus der Sicht des Systems Informationen sowohl
importiert als auch exportiert werden.
In der Regel wird ein Navigationssystem
über Importschnittstellen mit den Navigationsdaten
der traditionell physisch vorhandenen nautischen
Anlagen und Geräte versorgt, während
Exportschnittstellen wiederum die im System erzeugten
Navigationsdaten zur Verarbeitung
und/oder Ausführung an andere Anlagen und
Geräte weiterleiten.
Hardwareschnittstellen werden beschrieben
durch die Eigenschaften der Übertragungsstrecke
(Kabel, Stecker, Kontaktbelegung) und
durch die Art und Bedeutung der auf den Leitungen
übertragenen Signale. Zugleich umfassen
diese Beschreibungen sogenannte Protokolle
über die Art und Weise, wie Informationen ausgetauscht
werden.
Die Übertragungseigenschaften häufig genutzter
Navigationsdatenschnittstellen werden in
Anlehnung an verschiedene internationale
Schnittstellenstandards beschrieben. Diese
Standards sind jedoch zum Teil unterschiedlich
auslegbar und mit untereinander nicht vergleichbaren
Eigenschaften fortgeschrieben worden.
So legt das in der National Marine Electronics
Association (NMEA) zusammengeschlossene
Firmenkonsortium in den Beschreibungen
NMEA 0183 (Standard for interfacing marine
electronic navigational devices) folgende
Schnittstelleneigenschaften fest:
NMEA 0183, Version 1.5: Stark eingeschränkte
Signalpegeldefinition, die nur unter
Nutzung der „Maximum Ratings“ einen sicheren
Betrieb im Definitionsbereich von Standardschnittstellen
wie z.B. EIA RS-232-C gewährleisten
können.
NMEA 0183, Version 2.0: Signalpegeldefinitionen
gemäß CCITT X.27A/.11 bzw. EIA RS-422-A
mit deutlichem Hinweis auf die Inkompatibilität
zu früheren Versionen dieses Standards.
Die asynchrone serielle Übertragungsart
sowie der Code für den Informationsaustausch
sind für beide Versionen in den Standards ANSI
X 3.15, X 3.16 und X 3.4 des American National
Standards Institute beschrieben. Die Übertragungsstrecken
sind für den Betriebsumfang
„Single Talker“ und im Rahmen der Treiberkapazität
als „Multiple Listeners“ ausgelegt.
Der Standard NMEA 0183, Version 2.0 ist
Arbeitsgrundlage für den in Bearbeitung befindli147