accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1993

I 
fechnische Schiffssicherheit 
tragungswege des Magnetkompaßrosenbildes 
vom Peildeck zum Steuerstand im Ruderhaus, 
wobei Übertragungswege von über 6 m keine 
Seltenheit sind. 
Diese nachträglichen Umkonstruktionen 
sind sehr zeit- und kostenaufwendig und könnten 
durch Einhaltung der IMO-Resolution A.382 (X) 
vermieden werden. 
Ablenkungen des Magnetkompas 
ses durch"HGÜ-Kabel (Hochspan- 
nungs-Gleichstrom-Übertragung) 
ln zunehmendem Maße wird von verschie 
denen Energieversorgungsunternehmen die Ver 
legung von unterseeischen Gieichstromkabeln 
zur Energieübertragung geplant. Die großen 
elektrischen Ströme in diesen Kabeln (bis zu 
1500 A) können große Ablenkungen des Ma 
gnetkompasses solcher Schiffe hervorrufen, die 
sich in der Nähe der Kabel befinden (bis zu 70°). 
Die Ergebnisse der Untersuchungen, die an 
einem Kabel durchgeführt wurden, das von ei 
nem deutsch-schwedischen Firmenkonsortium 
in der Ostsee verlegt werden soll, sind im Jah 
resbericht 1992 dargestellt worden. 
1993 wurden zwei weitere Kabeltrassen 
geplant: 
- Deutsche und norwegische Energieversor 
gungsunternehmen planen eine Verbindung 
von der Westküste Schleswig-Holsteins durch 
die Nordsee nach Norwegen, 
- Das Energie-Verbundunternehmen der neuen 
I 
Bundesländer und ein dänisches Unterneh 
men planen die Verlegung eines Kabels von 
Markgrafenheide (Mecklenburg) durch die 
Ostsee nach Gedser (Dänemark). 
Die zu erwartenden Kompaßablenkungen 
und deren Abhängigkeit von den relevanten Pa 
rametern (z. B. Wassertiefe, Kabelrichtung, Ver 
legung eines Einzelkabels oder gemeinsame 
Verlegung von Hin- und Rückleiter) wurden den 
Genehmigungsbehörden erläutert und darge 
stellt. Für verschiedene mögliche Kabelführun 
gen wurden die zu erwartenden Kompaßablen 
kungen berechnet. 
See-Erprobung einer Schallsignal- 
Empfangsanlage erfolgreich abge 
schlossen 
Die Erprobung einer Schallsignal-Emp 
fangsanlage für Schiffe mit geschlossener 
Brücke (s. Jahresbericht 1992, S. 136) wurde im 
September auf VWFS ATAIR in der Eckenförder 
Bucht sowie in der Nähe der Fährlinie Puttgar- 
den-Rödby mit Unterstützung der Fähren KARL 
CARSTENS und DEUTSCHLAND der Deut 
schen Bundesbahn fortgeführt. Hierbei sollte im 
Vergleich zum konventionellen Ausguck die Lei 
stungsfähigkeit der Schallsignal-Empfangsan 
lage festgestellt werden. Zusätzlich wurden 3 
Seeschiffe mit entsprechenden Anlagen zur 
Erprobung ausgerüstet. Eine nach Vorschlägen 
des BSH modifizierte Schallsignal-Empfangsan 
lage in der geschlossenen Brücke erzielte bei
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.