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Full text: Jahresbericht 1993

und Anlagen als Sensoren. Dadurch trat im Jahr 
1991 die Überwachung als Stichprobenkontrolle 
der Wirksamkeit und Betriebssicherheit nauti 
scher SAGI auf Schiffen unter deutscher Flagge 
vorübergehend in den Hintergrund. 
Für die Bundesforschungsanstalt für Fi 
scherei in Sülldorf wurden vom BSH in Amtshilfe 
umfangreiche lichttechnische Messungen bei 
der Inbetriebnahme einer programmgesteuerten 
Beleuchtungsanlage für Kulturenräume durchge 
führt. 
INMARSAT-E Bestandteil des GMDSS 
Nun ist auch das Satelliten-Seenotfunk- 
bakensystem INMARSAT-E Bestandteil des welt 
weiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems 
(GMDSS) geworden. 
Es wurde in Deutschland von der damali 
gen Deutschen Förschungs- und Versuchsan 
stalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR) mit großer 
finanzieller Unterstützung durch das Bundesmi 
nisterium für Forschung und Technologie (BMFT) 
entwickelt und durch die Firma Dornier GmbH 
zur Industriereife gebracht. 
Das INMARSAT-E-System ermöglicht die 
nahezu verzugsfreie Übermittlung von Seenot 
alarmen von frei aufschwimmenden, in Bojen in 
tegrierten Funkbaken über die geostationären 
Satelliten der Internationalen Seefunksatelliten- 
Organisation INMARSAT. In die Bojen ebenfalls 
integrierte Empfänger des Global Positioning Sy 
stems GPS erlauben die Positionsangabe der 
Zulassungen, Prüfungen 
Baken mit einer Genauigkeit zwischen 100 m 
und 200 m. 
Das heute als INMARSAT-E eingeführte Sy 
stem hatte im vergangenen Jahrzehnt einen wis 
senschaftlichen und praktischen Vergleich mit 
sechs anderen Systemen aus fünf Ländern und 
eine präoperationelle Demonstrationsphase zu 
bestehen, bevor es von der Internationalen See 
schiffahrtsorganisation (IMO) unter der Voraus 
setzung anerkannt wurde, daß ausreichende 
Empfangs- und Auswerteeinrichtungen (DRP) in 
Küsten- bzw. Land-Erdfunkstellen (CES/LES) 
der INMARSAT-Vertragspartner zur Verfügung 
stehen. 
Aus Mitteln des BMV und des BMFT (über 
die Europäische Weltraumagentur, ESA) konnte 
die Finanzierung der erforderlichen Anzahl von 
DRPs gesichert werden. 
Im Dezember 1992 erklärte INMARSAT das 
System für den Bedeckungsbereich der Atlanti 
schen Region (Ost) der INMARSAT-Bedeckung 
für operationeil, nachdem die deutsche Telekom 
den ersten DRP in die LES Raisting eingebaut 
hatte und eine Datenverbindung zur Seenotlei 
tung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung 
Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen geschaltet 
war. 
1993 baute das BSH im Auftrag des BMV 
einen DRP in die LES Perth in Australien ein, der 
Seenotrufe aus den indischen und pazifischen 
Regionen der INMARSAT-Bedeckung empfan 
gen und auswerten und an die australische See 
notleitung (RCC) in Canberra übermitteln kann. 
Im zweiten Halbjahr 1993 ging dann der 
dritte DRP auf Kosten der ESA in der LES Niles 
Canyon (USA) in Betrieb. Er empfängt Seenot- 
135
	        
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