und Anlagen als Sensoren. Dadurch trat im Jahr
1991 die Überwachung als Stichprobenkontrolle
der Wirksamkeit und Betriebssicherheit nauti
scher SAGI auf Schiffen unter deutscher Flagge
vorübergehend in den Hintergrund.
Für die Bundesforschungsanstalt für Fi
scherei in Sülldorf wurden vom BSH in Amtshilfe
umfangreiche lichttechnische Messungen bei
der Inbetriebnahme einer programmgesteuerten
Beleuchtungsanlage für Kulturenräume durchge
führt.
INMARSAT-E Bestandteil des GMDSS
Nun ist auch das Satelliten-Seenotfunk-
bakensystem INMARSAT-E Bestandteil des welt
weiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems
(GMDSS) geworden.
Es wurde in Deutschland von der damali
gen Deutschen Förschungs- und Versuchsan
stalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR) mit großer
finanzieller Unterstützung durch das Bundesmi
nisterium für Forschung und Technologie (BMFT)
entwickelt und durch die Firma Dornier GmbH
zur Industriereife gebracht.
Das INMARSAT-E-System ermöglicht die
nahezu verzugsfreie Übermittlung von Seenot
alarmen von frei aufschwimmenden, in Bojen in
tegrierten Funkbaken über die geostationären
Satelliten der Internationalen Seefunksatelliten-
Organisation INMARSAT. In die Bojen ebenfalls
integrierte Empfänger des Global Positioning Sy
stems GPS erlauben die Positionsangabe der
Zulassungen, Prüfungen
Baken mit einer Genauigkeit zwischen 100 m
und 200 m.
Das heute als INMARSAT-E eingeführte Sy
stem hatte im vergangenen Jahrzehnt einen wis
senschaftlichen und praktischen Vergleich mit
sechs anderen Systemen aus fünf Ländern und
eine präoperationelle Demonstrationsphase zu
bestehen, bevor es von der Internationalen See
schiffahrtsorganisation (IMO) unter der Voraus
setzung anerkannt wurde, daß ausreichende
Empfangs- und Auswerteeinrichtungen (DRP) in
Küsten- bzw. Land-Erdfunkstellen (CES/LES)
der INMARSAT-Vertragspartner zur Verfügung
stehen.
Aus Mitteln des BMV und des BMFT (über
die Europäische Weltraumagentur, ESA) konnte
die Finanzierung der erforderlichen Anzahl von
DRPs gesichert werden.
Im Dezember 1992 erklärte INMARSAT das
System für den Bedeckungsbereich der Atlanti
schen Region (Ost) der INMARSAT-Bedeckung
für operationeil, nachdem die deutsche Telekom
den ersten DRP in die LES Raisting eingebaut
hatte und eine Datenverbindung zur Seenotlei
tung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen geschaltet
war.
1993 baute das BSH im Auftrag des BMV
einen DRP in die LES Perth in Australien ein, der
Seenotrufe aus den indischen und pazifischen
Regionen der INMARSAT-Bedeckung empfan
gen und auswerten und an die australische See
notleitung (RCC) in Canberra übermitteln kann.
Im zweiten Halbjahr 1993 ging dann der
dritte DRP auf Kosten der ESA in der LES Niles
Canyon (USA) in Betrieb. Er empfängt Seenot-
135