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Full text: Jahresbericht 1993

gen an die Ingenieure und Mitarbeiter, da die Un 
terlagen über diese Schiffe oft lückenhaft sind. 
Das Meßergebnis muß auch in diesen Fäl 
len dem erforderlichen Qualitätsstandard ent 
sprechen. 
Rücksprachen mit Eignern, die vielfach 
gewechselt haben, und Werften sind erforderlich, 
um zeichnerische Unterlagen zu erhalten. 
Nach Ausfertigung wird der neue ITC 69 zur 
Eintragung des Registervermerks vom BSH an 
das zuständige Seeschiffsregister geschickt. 
Dieses muß aufgrund des neuen Vermessungs 
ergebnisses das ausgestellte Flaggendokument 
(Schiffszertifikat) berichtigen, wofür - wegen der 
zahlreichen Anträge - einige Zeit benötigt wird. 
1993 wurden 168 Schiffe mit 359 556 BRZ 
umgestellt. 
Damit waren bis zum Ende des Jahres 433 
Schiffe mit 1.766.732 BRZ bearbeitet. Es verblei 
ben noch 48 Schiffe unter deutscher Flagge, die 
zu vermessen sind. 
Von den z. Z. 140 unter Antigua & Barbuda 
Flagge fahrenden Schiffen in deutschem Eigen 
tum wurden bisher schon 39 Schiffe nachver 
messen. 
Um einen reibungslosen Ablauf für die Um 
stellung zum Stichtag zu gewährleisten, wurde 
die Schiffahrt erneut über die Verbände und die 
Fachpresse unterrichtet. 
Neben der Vermessungs-Umstellung der 
deutschen Flotte, erfolgte eine umfangreiche 
Vermessungstätigkeit mit folgenden Ergebnis 
sen: 
Internationale Zusammenarbeit 
Tonnage-Vermessung nach 
Anzahl 
BRZ/BRT 
Intern. Regeln „LONDON 69” 
Oslo, Suez, 
262 
1.013.994 
Panama-Vorschriften 
Yacht-Meßbriefen/ 
183 
1.779.142 
sonstige Berechnung 
204 
Gesamt: 
649 
2.793.136 
Außerdem wurden Werften, Ingenieurbüros 
und Eigner, vermessungstechnisch beraten, Pro 
jektvermessungen durchgeführt und am Sea Lift 
Programm mitgearbeitet. 
Offene Schiffe - 
Vermessung neuartiger Schiffstypen 
Die bisherigen Handelsschiffe haben über 
ihren Laderäumen oberhalb des Oberdecks Lu 
ken, die mit Stahldeckeln so verschlossen wer 
den, daß kein Wasser in die Laderäume eindrin- 
gen kann. Je größer die Schiffe werden, um so 
unwahrscheinlicher wird es, daß „grüne See”, 
d. h. sich brechende Wellen, über das Oberdeck 
hereinbricht. Modellversuche haben gezeigt, daß 
von einem bestimmten Freibord an nicht mehr 
mit Brechern an Deck zu rechnen ist. Diese Er 
kenntnis liegt den neuen offenen Containerschif 
fen zugrunde. Sie haben eine deutlich größere 
Seitenhöhe als konventionelle Containerschiffe 
(Abb. 35), auch noch Lukensülle auf dem Ober 
125
	        
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