Auf der Konferenz wurden Probleme bei
Austausch und Verbreitung nautischer Warn
nachrichten und der Aufbau eines Internationa
len Kartenwerks für die Ostsee erörtert. Ein er
ster Katalog von INT-Karten der Nordsee, der
von dem unter deutschem Vorsitz stehenden
Baltic Sea International Chart Committee
(BSICC) ausgearbeitet worden war, wurde ange
nommen. Probleme bestehen noch in den Ge
bieten der baltischen Staaten, wo die Zuständig
keiten für die Herstellung der Internationalen
Karten neu geregelt werden müssen. Am Ende
der BSHC-Konferenz übergab Deutschland tur
nusmäßig den Vorsitz an Dänemark.
Im Rahmen der Zusammenarbeit und des
Informationsaustausches zwischen hydrographi
schen Diensten in der IHO informierten sich Be
sucher der französischen, lettischen, estnischen
hydrographischen Dienste und Besucher Singa-
pores über die Organisation und Arbeitsweise
des BSH
Graphische Technik
Im zweiten Halbjahr begannen umfangrei
che Baumaßnahmen für die Einrichtung eines
Rechenzentrums in den ehemaligen Räumen
der Setzerei in Hamburg. Deshalb mußte das Fb-
lienlager mit etwa 5000 Seekartenoriginalen und
ein großer Teil des Papierlagers verlagert wer
den. Diese Maßnahmen belasteten die tech
nisch-kartographischen Arbeiten zur Seekarten
herstellung erheblich. Trotz dieser schwierigen
Bedingungen gelang es dank des außerordentli
Graphische Technik
chen Einsatzes der Mitarbeiter, die Seekarten
produktion termingerecht durchzuführen.
Die drucktechnischen Aufgaben zur Her
stellung von Seekarten, Seebüchern und ande
ren nautischen und wissenschaftlichen Veröf
fentlichungen des BSH und die Drucksachen für
die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bun
des konnten termingemäß erfüllt werden.
Für die technische Herstellung der nauti
schen und wissenschaftlichen Veröffentlichun
gen des BSH wurde die Desk-Top-Publäshing-
Technik (DTP) verstärkt eingesetzt. Diese
Technik führt durch die Standard-Seitenbeschrei
bungssprache „Postscript“ zum Zusammen
wachsen der Satz-, Grafik- und Bildverarbeitung.
Die bisher eingesetzten, nicht postscriptfähigen
Fotosatzsysteme entsprachen nicht mehr dem
Stand der heutigen Technik. Um die nautischen
und wissenschaftlichen Veröffentlichungen noch
wirtschaftlicher zu produzieren, wurden daher
1991 und 1993 nicht postscriptfähige Fotosatz
geräte durch ein Publishing-System ersetzt.
Dieses System besteht aus sieben Bildschirmar
beitsplätzen, zwei Laserprintern, zwei Laser-
Imagesettern und einem Scanner.
Mit dieser Konfiguration werden unter Ver
wendung der Software „Photoshop“ und „Free
hand“ Halbtonbilder und Graphiken digital bear
beitet oder hergestellt. Mit dem Layout- und
Umbruchprogramm „QuarkXPress“ eröffnet sich
die Möglichkeit, Satz, Bilder und Grafiken digital
zusammenzuführen und am Bildschirm zu verar
beiten. Durch einen Konverter und die Satzsoft
ware „Linosetting“ sind die Mitarbeiter der Druck
vorstufe in der Lage, die umfangreichen
vorhandenen Datenbestände der nautischen
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