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Full text: Jahresbericht 1993

BLMP und MÜDAB 
- Großräumige Überwachung: 
Die räumliche Verteilung von Schadstoffen 
muß nicht jährlich überprüft werden. Die Un 
tersuchungen im Abstand von einigen Jahren 
sollen sich auf kritische Gebiete konzentrie 
ren. 
Eine zentrale Datenbank der deutschen Mee 
resüberwachung ist seit langem gefordert 
worden. So mahnte schon 1980 der Sachver 
ständigenrat für Umweltfragen im Sondergut 
achten „Umweltprobleme der Nordsee“ die 
regelmäßige Veröffentlichung der Untersu 
chungsergebnisse und die Einrichtung einer 
zentralen Umweltdatenbank an. Die Meßda 
ten des DHI-Überwachungsprogramms seien 
aufzunehmen, das Deutsche Ozeanographi- 
sche Datenzentrum (DOD) solle . . die Auf 
gaben der Annahmestelle für die Meßdaten 
des BLMP vom Niedersächsischen Landsamt 
übernehmen. 
Die konkrete Planung zur MUDAB entstand 
1985 im DHI aus der Überlegung heraus, die 
ozeanograpischen und meereschemischen 
Daten zusammenzufassen. Das für informati 
onstechnische Verfahren zuständige BMI gab 
die Aufgabe an das für Umweltinformations- 
Systeme zuständige UBA weiter; in der Folge 
wurde die MUDAB im Rahmen von UMPLIS 
(Umweltinformationssystem des UBA) einge 
richtet. Dadurch 
a) wurde das Gewicht von der Hydrographie 
zur Umweltüberwachung verlagert, 
b) teilen sich BSH und UBA Finanzierung und 
Einfluß, die Kosten tragen 
- BMU über das UBA als UMPLIS-Projekt 
und 
- BMV über das BSH über die Nutzung 
der DOD-Ausstattung, 
c) geriet die Idee der hausinternen Service- 
Datenbank in den Hintergrund. 
MUDAB hat die Aufgabe, Daten des biologi 
schen, chemischen und physikalischen Moni 
torings von Wasser, Sediment und Lebewesen 
zu speichern. Zu den Aufgaben gehört die Lie 
ferung von Daten zu Nordsee und Ostsee an 
internationale Institutionen wie OsParcom, 
Helsinki-Kommission, ICES und London- 
Dumping-Convention. 
Außer internationaler Verwendung finden die 
Daten national Eingang in die Berichtsbände 
„Daten zur Umwelt“ des UBA und „Überwa 
chung des Meeres“ des BSH Auch für diverse 
andere Berichte und Untersuchungen werden 
sie benutzt. Die Datenlieferanten der MUDAB 
zeigt Abb. 27. 
Die Daten finden aufgrund von drei großen 
Überwachungsprogrammen Eingang in die 
MUDAB: 
- Joint Monitoring Program (JMP) für die Nord 
see, 
- Baltic Monitoring Program (BMP) für die Ost 
see, 
- Gemeinsames Bund/Länder-Meßprogramm 
(BLMP). 
Die Überwachungsprogramme liefern Daten zu 
mehr als 150 Schadstoffen in Wasser, Sediment 
und Organismen. Zusätzlich werden Daten der 
Nährstoffe im Wasser sowie der physikalischen 
Zustandgrößen erfaßt, ferner umfangreiche Be 
gleitparameter. Der Gesamtbestand des DOD 
umfaßt derzeit mehrere GigaByte, 
Die Zahl der Auskünfte, Anfragen und Auf 
träge an MUDAB wuchs erheblich, neben dem 
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