C. Kassner: Ueber kreisähnliche Cyklonen.
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woraus folgt, dass bei den Land-Cyklonen die kleineren, bei den Küsten- und Meer-Cyklonen die grösseren
Gradienten am meisten vertreten sind. Der Grund hierfür dürfte vielleicht die Reibung sein, die auf dem
Lande erheblich stärker zur Geltung kommt als an der Küste und besonders auf dem Meere, wo die Un
ebenheiten theilweise (bei Inseln) oder ganz wegfallen.
Als mittlerer Gradient findet sich für die Cyklonen
über dem Lande 2.22 mm
über der Küste 2.72 »
über dem Meere 2.73 »
19. Wie verhalten sich nun die Gradienten inbezug auf den Abstand vom Zentrum der Cyklonen?
Die Antwort hierauf giebt die folgende Tabelle:
Cy klone
Gra
dient
1
2
3
4
5
G
7
a
CM
CM
o
1
5
7
1
0
Land
Küste
Meer
co
I
I
o
I I I
6
19
12
1
0
6
20
10
1
2
5 —
3 —
0 -
11
10
4
3
1
1
8
11
3
•2
0 0
2 2
4 3.
0 0
0
1
7
12
7
1
1
1
10
17
4
Im allgemeinen findet man also bei gleichen Entfernungen grössere Gradienten an den Küsten und
mehr noch über dem Meere als bei den Land-Cyklonen, wie das ja wegen der verschiedenen Reibung zu
erwarten war.
Aus einer noch mehr ins Einzelne gehenden Tabelle bekam ich als mittlere Gradienten für die
einzelnen Abstände die nachstehenden Werthe (die eingeklammerten sind unsicher):
Cyklone
über
0—111
km
111—222
km
222—333
km
333—444
km
444—555
km
o55—666
km
666—777
km
777—888
km
888—999
km
Land
(2.5)
2.7
2.4
2.1
2.2
2.1
2.2
(1.9)
_
Küste
(2.6)
3.7
3.1
2.9
3.1
2.4
2.5
2.7
2.7
Meer
(3.1)
3.1
3.2
3.0
3.0
2.5
2.2
2.2
(2.3)
Ueberall findet von innen nach aussen anfangs eine kleine Zunahme und danach eine Abnahme des
Gradienten statt. Das absolute Maximum dürfte für die Land- und Kiisten-Cyklonen bei 200 km, für die
über dem Meere bei 300 km Abstand vom Zenti’um liegen,
während ein sekundäres Maximum bei 500 km auftritt; es
entspricht dies ziemlich den Resultaten von Guldberg und
Mohn. v )
Nach den vorstehenden Werthen der Tabelle gebe ich in
der Figur hier Schnitte durch je eine mittlere Land-,
Küsten- und Meer-Cyklone, wobei die Ordinaten von
5 zu 5mm gezogen sind, entsprechend den sich in gleichen
Abständen folgenden Isobaren in den Wetterkarten:
’) Siehe Seite 1, Anmerkung 1.
Archiv 1898. 2.
wo km