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Volltext: Jahresbericht 1895

C. Kassner: Ueber kreisähnliche Cyklonen. 
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woraus folgt, dass bei den Land-Cyklonen die kleineren, bei den Küsten- und Meer-Cyklonen die grösseren 
Gradienten am meisten vertreten sind. Der Grund hierfür dürfte vielleicht die Reibung sein, die auf dem 
Lande erheblich stärker zur Geltung kommt als an der Küste und besonders auf dem Meere, wo die Un 
ebenheiten theilweise (bei Inseln) oder ganz wegfallen. 
Als mittlerer Gradient findet sich für die Cyklonen 
über dem Lande 2.22 mm 
über der Küste 2.72 » 
über dem Meere 2.73 » 
19. Wie verhalten sich nun die Gradienten inbezug auf den Abstand vom Zentrum der Cyklonen? 
Die Antwort hierauf giebt die folgende Tabelle: 
Cy klone 
Gra 
dient 
1 
2 
3 
4 
5 
G 
7 
a 
CM 
CM 
o 
1 
5 
7 
1 
0 
Land 
Küste 
Meer 
co 
I 
I 
o 
I I I 
6 
19 
12 
1 
0 
6 
20 
10 
1 
2 
5 — 
3 — 
0 - 
11 
10 
4 
3 
1 
1 
8 
11 
3 
•2 
0 0 
2 2 
4 3. 
0 0 
0 
1 
7 
12 
7 
1 
1 
1 
10 
17 
4 
Im allgemeinen findet man also bei gleichen Entfernungen grössere Gradienten an den Küsten und 
mehr noch über dem Meere als bei den Land-Cyklonen, wie das ja wegen der verschiedenen Reibung zu 
erwarten war. 
Aus einer noch mehr ins Einzelne gehenden Tabelle bekam ich als mittlere Gradienten für die 
einzelnen Abstände die nachstehenden Werthe (die eingeklammerten sind unsicher): 
Cyklone 
über 
0—111 
km 
111—222 
km 
222—333 
km 
333—444 
km 
444—555 
km 
o55—666 
km 
666—777 
km 
777—888 
km 
888—999 
km 
Land 
(2.5) 
2.7 
2.4 
2.1 
2.2 
2.1 
2.2 
(1.9) 
_ 
Küste 
(2.6) 
3.7 
3.1 
2.9 
3.1 
2.4 
2.5 
2.7 
2.7 
Meer 
(3.1) 
3.1 
3.2 
3.0 
3.0 
2.5 
2.2 
2.2 
(2.3) 
Ueberall findet von innen nach aussen anfangs eine kleine Zunahme und danach eine Abnahme des 
Gradienten statt. Das absolute Maximum dürfte für die Land- und Kiisten-Cyklonen bei 200 km, für die 
über dem Meere bei 300 km Abstand vom Zenti’um liegen, 
während ein sekundäres Maximum bei 500 km auftritt; es 
entspricht dies ziemlich den Resultaten von Guldberg und 
Mohn. v ) 
Nach den vorstehenden Werthen der Tabelle gebe ich in 
der Figur hier Schnitte durch je eine mittlere Land-, 
Küsten- und Meer-Cyklone, wobei die Ordinaten von 
5 zu 5mm gezogen sind, entsprechend den sich in gleichen 
Abständen folgenden Isobaren in den Wetterkarten: 
’) Siehe Seite 1, Anmerkung 1. 
Archiv 1898. 2. 
wo km
	        
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