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Full text: Copernicus für das Umweltmonitoring

3.3 TRUBUNGSMONITORING AN BUNDESWASSERSTRASSEN 
1. Wie erfolgt die oberflächennahe Vermischung im Gewässer flussabwärts 
von Zuflüssen in Abhängigkeit von den hydrologischen und sedimento- 
logischen Bedingungen? 
2. Sind die In-situ-Punktmessungen repräsentativ für den umgebenden Ge 
wässerabschnitt? 
3. Wo werden eventuell Schwebstoffe im Streckenabschnitt zwischen zwei 
Messstationen abgelagert? 
Als praktische Erfahrungen bei der Projektbearbeitung hat es sich aus unse 
rer Sicht als wesentlich erwiesen, 
• die Satellitenbilder in der Cloud vorbearbeiten zu lassen und nur redu 
zierte Datenmengen zu übertragen, 
• einen möglichst hohen Automatisierungsgrad bei der Bearbeitung zu er 
zielen, um größere Datenmengen berücksichtigen zu können, 
• die Satellitendaten mit Hilfe von den Flags aus den Hilfsprodukten/Qua- 
litätsinformationen vorzufiltern und In-situ-Daten zur Erhöhung der Ge 
nauigkeit als lokale Kalibration mit einzubeziehen. 
Mit Hilfe der erzeugten Produkte haben wir erste angewandte Fragestellun 
gen erfolgreich bearbeitet. Eine Weiterentwicklung der Algorithmen (z. B. für 
flache Gewässer) und eine fortgesetzte Validierung auf weitere breite Gewäs 
ser (momentan > 60-75 m Breite, drei Pixel nebeneinander) und Wertebereiche 
könnte den Gültigkeitsbereich der Produkte zukünftig noch ausdehnen. 
Mit dem WasMon-CT-Projekt haben wir die Verfahren und die technischen 
Voraussetzungen für eine operationelle Nutzung der ergänzenden Trübungsda 
ten von Satelliten in Kombination mit In-situ-Daten für das behördliche Gewäs 
sermonitoring geschaffen. 
Die hier vorgestellte Methode ist für die Zukunft auch deswegen besonders 
vielversprechend, weil mit den Landsat- und Sentinel-Satelliten Datengrundla 
gen zur Verfügung stehen, deren Kontinuität langfristig gesichert ist. 
Korrespondenz: baschek@bafg.de
	        
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