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Full text: Copernicus für das Umweltmonitoring

AKTUELLE ANWENDUNGEN VON KMU UND BEHÖRDEN 
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Sedimentmanagement und gleichermaßen für die wasserwirtschaftliche Unter 
haltung von Wasserstraßen, mit den Zielen einer guten Wasserqualität sowie 
eines guten ökologischen Zustands der Gewässer. Das fernerkundliche Mess 
prinzip optischer Satellitensensoren ist mit dem der optischen Trübungssenso 
ren verwandt. 
Für die Trübung wurden an der BfG zuerst Testgebiete an den großen Bun 
deswasserstraßen Rhein und Elbe ausgesucht, die von besonderem Interesse 
für die BfG sind, und wo für die Validierung In-situ-Daten vorliegen. Für die 
se Testgebiete haben wir über ein Internetportal eines Dienstleisters optische 
Satellitendaten, insbesondere von Sentinel-2, Landsat 7 und Landsat 8, ausge 
wählt. Das Internetportal ermöglicht es zudem, sowohl Aufnahmen aus einem 
Archiv als auch die aktuellen Satellitendaten zeitnah durch den Dienstleister 
auf Trübung auswerten zu lassen. Nach einer speziellen Atmosphärenkorrek 
tur für Gewässer werden mittels eines Algorithmus' von Nechad u. a. (2009) 
und Nechad u. a. (2016) die Trübungswerte errechnet. Zudem geben weitere 
Hilfsprodukte über sogenannte Flags Auskunft über z. B. Wolkeneinflüsse und 
somit über die Zuverlässigkeit der Ergebnisse. Diese Zwischenergebnisse ste 
hen dann zum Download bereit. 
Die weitere, im Projekt erarbeitete Vorgehensweise sieht wie folgt aus: Im 
Sinne eines möglichst hohen Automatisierungsgrades übernimmt ein Python- 
Skript den ftp-Download, das Entpacken der Daten und die weitere Verteilung 
in einer Verzeichnisstruktur. Anschließend findet mit einem R-Skript die Vali 
dierung der Daten an der BfG statt. Hierzu sind als Referenz In-situ-Daten in ei 
ner Datenbank abgelegt. Dieser Schritt ist in Kombination mit einer sensor- und 
flussgebietsabhängigen Kalibration wesentlich, um in den validierten Bereichen 
nicht nur qualitative Aussagen über Trübungsmuster zu treffen, sondern auch 
quantitativ Trübungswerte in guter Qualität ableiten zu können. 
Sowohl die Validierungsdaten als auch spätere Produkte werden gleicherma 
ßen automatisch unter Einsatz der Hilfsprodukte gefiltert, um z. B. Bewölkungs 
einflüsse oder Auswirkungen von Randbereichen zu reduzieren. Schließlich 
werden für die Anwender weitere, höherwertige Produkte (siehe Abb. 3.6) wie 
mit In-situ-Daten kalibrierte Rasterdaten/Geotiffs oder Längsprofile erstellt, 
die der Nutzer dann beispielsweise direkt in einem GIS-Projekt zur Beantwor 
tung weiterer Fragestellungen verwenden kann. 
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 
Im Verbundprojekt WasMon-CT haben wir die Implementierung eines auf Co- 
pernicus basierenden, satellitengestützten Trübungs-Monitorings für Fließge 
wässer vorbereitet. 
Wir haben nachgewiesen, dass es möglich ist, Satellitendaten so lokal zu 
kalibrieren, dass sie mit den Daten und Ergebnissen von Trübungssonden an 
In-situ-Messstationen vergleichbar sind. Flächenhafte Satellitenbilder sind eine 
zusätzliche Datenquelle, die konzeptionell in das bestehende Schwebstoffmess 
netz integriert werden kann, um damit Punktmessungen an In-situ-Daten um 
flächenhafte Daten sinnvoll zu ergänzen und somit eine neue Perspektive auf 
die Schwebstoffverteilung und die Trübung in Gewässern zu erhalten und die 
Entwicklung von Konzentrationen und Frachten im Längsschnitt zu bestim 
men. 
Mit Hilfe der flächenhaften Daten können nun Fragen bearbeitet werden, die 
bisher unbeantwortet geblieben sind, wie z. B. :
	        
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