accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Copernicus für das Umweltmonitoring

28

AKTUELLE  ANWENDUNGEN  VON  KMU  UND  BEHÖRDEN

Eiskante,  (2)  die  Reduzierung  auf  einen  kleinen,  vom  Benutzer  definierten  Kartenausschnitt ­
  oder  (3)  die  Reduzierung  der  Auflösung  eines  Satellitenbildes.
ENTWICKLUNGEN  NEUER  PRODUKTE  ANHAND  VON  COPERNICUS  DATEN
Von  sehr  großem  Wert  für  die  Entwicklung  des  Eisservices  von  Drift+Noise
sind  die  Aufnahmen  des  Radarsatelliten  Sentinel-i.  Die  zwischen  10  und  30
m  aufgelösten  Bilder  sind  unabhängig  von  Sonnenlicht,  Bewölkung  und  Nebel.
Ein  geübter  Eisanalyst  kann  auf  diesen  Bildern  sogar  etwas  über  den  Eistyp  in
Erfahrung  bringen.  Die  grösste  Schwierigkeit  liegt  jedoch  in  der  korrekten  Interpretation ­
  der  Radarbilder.  Darüber  hinaus  greifen  wir  aber  auch  auf  optische
Fernerkundungsprodukte  der  NASA,  auf  Daten  über  die  Eiskonzentration  von
der  japanischen  Weltraumbehörde  und  auf  operationeile  Wettermodelle  wie
das  ICON-Modell  des  Deutschen  Wetterdienstes  zurück.  Aus  all  diesen  Daten
entwickeln  wir  neue  Produkte  und  Konzepte,  um  den  Informationsgehalt  für
eine  sichere  Navigation  im  Eis  zu  erhöhen.  Zwei  Beispiele  seien  hier  erwähnt.
Projekt  priima  Viele  Akteure  benötigen  die  Informationen  und  Vorhersagen ­
  zum  Zustand  des  Eises  in  Echtzeit  und  am  besten  in  der  Auflösung  eines
Satellitenbildes.  Die  Vorhersagemodelle,  die  CMEMS 1  operationeil  anbietet,  haben ­
  jedoch  nur  eine  Auflösung  von  12.5  km,  was  sehr  viel  geringer  ist.  Hinzu
kommt,  dass  Meereis  einer  ständigen  Drift  unterliegt,  und  somit  jede  Eisinformation, ­
  die  aus  einem  Satellitenbild  abgeleitet  wurde,  schon  veraltet  ist,  sobald
sie  die  Nutzenden  erreicht.  An  dieser  Stelle  setzt  das  ESA-Kickstart  Projekt  PRIIMA ­
  (Predictive  Ice  Images)  an  und  verbindet  Sentinel-i  Radarbilder  mit  dem
TOPAZ-Eisvorhersagemodell,  um  eine  Animation  des  Radarbildes  in  die  Zukunft ­
  zu  erzeugen  (siehe  Abbildung  3.2).  Dies  ist  vergleichbar  mit  einer  Kurzprognose ­
  für  den  Niederschlag,  die  viele  WetterApps  heutzutage  anbieten.

Abb.  3.2:  Das  Gebiet  um  die  Hinlopen  Strait  im  östlichen  Svalbard  Archipel  ist  ein
Flaschenhals  für  die  Expeditionskreuzfahrt.  Die  Abbildung  zeigt  ein  Sentinel-1
  Radarbild,  auf  dem  deutliche  Packeisfelder  zu  erkennen  sind.  PRIIMA  stellt
in  einer  Animation  dar,  in  welche  Richtung  das  Eis  höchstwahrscheinlich
treiben  wird.

1  Copernicus  Marine  Environment  Monitoring  Service
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.