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Full text: Copernicus für das Umweltmonitoring

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ÜBERBLICK 
So nutzt Copernicus eine breite Palette von In-situ-Überwachungsinfrastruk- 
turen, um die Satellitenmessungen zu validieren und Modellergebnisse der 
verschiedenen Dienste zu evaluieren und damit die Genauigkeit und Zuver 
lässigkeit der Copernicus-Produkte zu verbessern. Diese In-situ-Systeme sind 
beispielsweise Sensoren, die an Ufern von Flüssen platziert wurden oder von 
Wetterballonen und Flugzeugen mitgeführt werden, Sonden, die von Schiffen 
durch das Meer gezogen und auf Schwimmern oder Bojen im Ozean betrie 
ben werden. Die In-situ-Komponente umfasst auch Daten, die von Drohnen 
oder von Bürgern (Stichwort „citizen science") erhoben werden sowie Informa 
tionsprodukte wie digitale topographische Karten, digitale Höhenmodelle und 
Orthofotos, die auf Basis von In-situ-Beobachtungen erstellt werden. 
Nun werden Beobachtungsdaten über die physische Umwelt aber schon seit 
Jahrhunderten gesammelt, und folglich gibt es eine große Vielfalt und Bandbrei 
te von Netzwerken und Interessengruppen, die an der Erhebung und Verwal 
tung solcher Daten beteiligt sind. So sind viele In-situ-Datenquellen im Besitz 
von Institutionen und Behörden auf nationaler Ebene und werden auch von 
diesen betrieben. Ein Beispiel sind von den Bundesländern erhobene nationale 
Daten zur Überwachung der Luftqualität, die im Rahmen der Umweltbericht 
erstattung vom Umweltbundesamt der Europäischen Umweltagentur gemeldet 
werden. Ein weiteres Beispiel sind die Karten und Daten, die von den nationa 
len Kartierungs- und Katasterbehörden der Mitgliedstaaten verwaltet und den 
Copernicus-Diensten vertraglich geregelt zur Verfügung gestellt werden. 
Die In-situ-Komponente analysiert derzeit die Datenlücken und Herausfor 
derungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von oder den Zugang zu diesen 
In-situ-Beobachtungsdaten für das Copernicus-Programm. Diese Analysen wer 
den in den folgenden vier thematischen Bereichen durchgeführt: 
1. Meteorologie 
2. Ozeanographie 
3. Atmosphärische Zusammensetzung und Luftqualität 
4. Klima 
Weitere In-situ-Daten werden durch wissenschaftliche Forschungsnetzwerke 
für Copernicus zur Verfügung gestellt. Viele davon werden als Teil der Euro 
päischen Forschungsinfrastruktur finanziert. Beispiele sind: 
icos - Integrated Carbon Observation System. Bereitstellung harmonisierter 
und hochpräziser Daten über den Kohlenstoffkreislauf, den Treibhaus 
gashaushalt und deren Störungen (gesamteuropäisch). 
iAGOS - In-service Aircraft for a Global Observing System. Globale Beobach 
tung der atmosphärischen Zusammensetzung von Verkehrsflugzeugen. 
actris - Beobachtung von Aerosolen, Wolken und Spurengasen.
	        
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