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ÜBERBLICK
Um die zeitliche
Auflösung zu
halbieren und die
räumliche Abde
ckung zu verbessern,
fliegt die Mehrheit
der Sentinels in
einer Tandem-
Konstellation.
1-3 STRUKTUR
Copernicus steht im Wesentlichen auf den folgenden vier Säulen:
1. Den satellitengestützten Beobachtungen der Weltraumkomponente,
2. Den vor Ort gewonnenen In-situ-Beobachtungen,
3. Den sechs Copernicus-Diensten,
4. Den Nutzerinnen und Nutzern.
1.3.1 Wel traumkomponente
Das Herzstück der Weltraumkomponente sind die eigens für Copernicus gebau
ten Sentinels (siehe Tabelle 1.1). Die Europäische Weltraumorganisation (ESA)
ist mit der technischen Koordination der Weltraumkomponente beauftragt. Die
ESA und die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Sa
telliten (EUMETSAT) sind außerdem mit Betriebsaufgaben der Weltraumkom
ponente betraut.
Die Mehrheit der Sentinels fliegt in einer Tandemkonstellation, um die zeitli
che Auflösung zu halbieren und die räumliche Abdeckung zu verbessern. De
taillierte Hintergrundinformationen zu den Sentinels und zugehörigen Senso
ren liefert z. B. die ESA 3 .
Derzeit befinden sich bereits sieben Sentinels im All. Dies sind die Satelli
ten der Sentinel-1-, Sentinel-2- und Sentinel-3-Missionen sowie Sentinel-5P. Die
entsprechenden Nachfolgemissionen sind bereits im Bau und sollen die erste
Generation ablösen. Bis 2030 soll die Sentinel-Flotte insgesamt 20 Erdbeobach
tungssatelliten für die Umweltüberwachung umfassen.
Neben den Sentinel-Missionen liefern aber auch beitragende Missionen (et
wa 30 zumeist kostenpflichtige Missionen mit hochaufgelösten Daten) einen
wesentlichen Beitrag für die Erstellung, Kalibrierung und Validierung der Da
tenprodukte. Einige dieser Daten stehen nicht nur für die interne Verarbeitung,
sondern auch für Nutzende wie etwa Behörden entgeltfrei zur Verfügung.
Momentan werden die Nutzerbedarfe für eine mögliche Erweiterung der der
zeitigen Satellitenflotte gesammelt, die Anforderungen für künftige Satelliten
missionen diskutiert und deren Umsetzbarkeit untersucht. Auf Basis dieser Er
gebnisse werden Missionen priorisiert. Je nach Finanzierungsmöglichkeit sollen
diese in Ergänzung zu den aktuell betriebenen und bereits geplanten Nachfol
gemissionen ab 2023 das Programm gegebenenfalls ergänzen. In diesem Rah
men stehen aktuell sechs „High Priority Candidate Missions" zur weiteren Dis
kussion. Von der EU-Kommission priorisiert werden eine C02-Mission, eine
Mission für Forstwirtschaft, Landwirtschaft und urbane Anwendungen (hoch
aufgelöstes, thermales Infrarot) und eine Mission zur Beobachtung der Polarre
gionen mit Radarsensoren.
1.3.2 In-situ-Beobachtungen
Neben den Beobachtungen von Satelliten stützt Copernicus sich jedoch auch
auf Umweltmessungen, die von bodengebundenen, seegestützten oder luft
gestützten Überwachungssystemen erhoben werden sowie auf raumbezogene
Referenz- und Zusatzdaten. All diese nicht aus dem Weltraum gewonnenen
Daten fallen bei Copernicus unter den Begriff In-situ-Daten.
3 http://www.esa.int/0ur_Activities/0bserving_the_Earth/Copernicus/0verview4