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Jahresbericht Ny. 19/1964
entsprechende Erweiterung des II. Bandes der Gezeitentafeln vorzubereiten.
Zahlreiche Gutachten und Auskünfte waren an Schiffahrtskreise, Seeämter,
Gerichte und Privatpersonen zu erteilen.
Als Beiträge zu Seehandbüchern wurden fertiggestellt oder begonnen:
für das Mittelmeer-Handbuch, V. Teil, Teil B, die Abschnitte über Gezei
ten und Gezeitenströme mit 2 Gezeitenkarten; für das Handbuch für die
Pischereigebiete des Nordwest-Atlantischen Ozeans, Teil B, die Abschnitte
über Gezeiten, Kartennull und Gezeitenströme mit 2 Gezeitenkarten sowie
für den Teil C die Angaben über Gezeiten, Gezeitenströme und Strom; für
das Nordsee-Handbuch, Südlicher Teil, Teil B, die Abschnitte über Gezei
ten, Windstau, Kartennull und Gezeitenströme mit 2 Gezeitenkarten sowie
für den Teil G die Angaben über Gezeiten und Gezeitenströme; für das
Mittelmeer-Handbuch, III. Teil, Teil B, der Abschnitt über Gezeiten mit
2 Gezeitenkarten; für das Handbuch für den Persischen Golf, Teil B, die
Abschnitte über Gezeiten, Kartennull und Gezeitenströme mit 4 Gezeiten
karten lind 12 Gezeitenkurven sowie für den Teil C die Angaben über Ge
zeiten, Gezeitenströme und Plußströmungen; für das Handbuch der Westküste
Amerikas, I. Teil, Chile, Teil C, die Angaben über Gezeiten, Gezeiten
ströme und Strömungen unter der Küste.
b) Besondere Arbeiten - Im Jahresbericht Nr. 18 (1963) wurde ausführ
lich über die neuen Methoden berichtet, die das DHI entwickelt hat, um für
die deutschen Bezugsorte zunächst die Eintrittszeiten und Höhen der Hoch-
und Niedrigwasser und im weiteren für Cuxhaven auch punktweise den Verlauf
des Steigens und Pallens darzustellen. Unter den verschiedenen Möglich
keiten, diese letzte Aufgabe anzugreifen, hat sich als zweckmäßigstes Ver
fahren erwiesen, die Höhen für feste Zeitunterschiede vor und nach Hoeh-
und Niedrigwasser zu entwickeln. Entsprechende Vorausberechnungen wurden
angefertigt und laufend im Windstaudienst mit den beobachteten Wasser
ständen verglichen. Eine Ausgleichung' der Beobachtungen gleichzeitig nach
dem neuen Ansatz für die Gezeiten und einem zweckmäßigen Ansatz für den
Windstau wird vorbereitet. Da Gezeiten und Windstau sich an der deutschen
Nordseeküste ausgeprägt nichtlinear überlagern, lassen sich die beiden Er
scheinungen im strengen Sinne nicht unabhängig voneinander untersuchen.
Eine halbautomatische Anlage, mit der sich stündliche Wasserstände in
einem Arbeitsgang aus dem Pegelbogen ablesen und in Lochkarten übertragen
lassen, wird in der Versuchswerkstatt gebaut.
Die bisher vom DHI in der Nordsee angestellten Gezeitenstrombeobachtun
gen werden wie die Wasserstände nach der Methode der kleinsten Quadrate