46 Internationaler Einsatz für Sicherheit in der Seeschifffahrt und Schutz der Meere
IOC: BSH-Präsidentin zur Vizepräsidentin gewählt
Am 29. Juni 2017 wählte die Generalver
sammlung der Zwischenstaatlichen
Ozeanographischen Kommission der
UNESCO (Intergovernmental Oceanogra
phic Commission - IOC) die Präsidentin
des BSH, Monika Breuch-Moritz, zu einer
der stellvertretenden Vorsitzenden. Sie
vertritt die Ländergruppe „Westeuropa
und Nordamerika“. In dieser Funktion
auf Dauer angelegter Mess- und Beob
achtungsnetze Veränderungen In den
Meeren zuverlässig aufgespürt und
interpretiert werden können. Das ist für die
Klimaforschung genauso wichtig wie für
die Entwicklung und Bewertung wirksamer
Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung
und zum Schutz der Meere.
die Infrastruktur der Küstenforschung und -beobach
tung in den IOC-Staaten zu stärken.
Die IOC, eine Unterorganisation der UNESCO, Ist die
wichtigste zwischenstaatliche Organisation zum
Thema Ozeane. 148 Staaten gehören Ihr an. Kern
punkt Ihrer Arbeit sind der Internationale Erfahrungs
austausch, die Koordinierung der regionalen und
weltweiten Meeresforschungs- und Beobachtungspro
gramme, der Austausch von Daten und Know-How
sowie der Aufbau und Betrieb von Frühwarnsystemen
für Meeresgefahren wie Tsunamis.
Die aktuellen Schwerpunkte der IOC-Aktlvltäten sind:
• wissenschaftliche Unsicherheiten beim Management
der Meeresumwelt und bei der Bewältigung des
Klimawandels zu reduzieren,
Deutschland war 1960 Gründungsmitglied
der IOC und richtete im gleichen Jahr die
deutsche lOC-Sektion ein. Heute arbeiten
rund 30 deutsche Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler In den verschiedenen
Gremien der IOC mit. Besonders enga
giert sind sie in den Gremien, die den
Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems
im Indischen Ozean und im Mittelmeer/
Nordostatlantik koordinieren. Bei diesem
Aufbau spielt auch das BSH einen wich
tige Rolle. Heute liegt der Schwerpunkt
der Arbeit der IOC auf dem Schutz der
marinen Biodiversität, dem Klimawandel
und der Koordinierung und Weiterentwick
lung von operationeilen Ozeanbeobach
tungssystemen, darunter Tsunaml-Früh-
warnsystemen.
• dauerhafte Beobachtungsdienste für das Manage
ment und die nachhaltige Entwicklung des offenen
und des küstennahen Ozeans zu schaffen und
setzt sie sich vor allem für die Sicherung
und die Weiterentwicklung der operatio
neilen Meeresbeobachtungsysteme ein.
Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz
neuer Messinstrumente und die weitere
Harmonisierung von Datenerfassung und
-Verarbeitung. Insbesondere langfristige
Meeresbeobachtungsysteme sind das
Rückgrat sowohl der Meeresforschung als
auch der Weiterentwicklung Internationa
ler Übereinkommen, da nur mit Hilfe von